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Spediteur denkt mit beim Klimaschutz

Blick auf den Hof der Spedition Rottbeck. Das Unternehmen unterstützt das Klimaschutzprojekt „Solarkocher Madagaskar“.

Foto: FUNKE FotoServices

Blick auf den Hof der Spedition Rottbeck. Das Unternehmen unterstützt das Klimaschutzprojekt „Solarkocher Madagaskar“. Foto: FUNKE FotoServices

Bottrop.   Gemeinsam mit einem Kunden unterstützt das Bottroper Unternehmen ein Klimaschutzprojektauf Madagaskar als Kompensation für den Kohlendioxidausstoß bei den Transportfahrten.

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Als die Spedition Rottbeck 1939 gegründet wurde, transportiere sie die Waren per Pferd und Wagen. Längst schickt der Spediteur Lkw auf die Straßen – und damit stehen Fragen des Umweltschutzes heute auf der Tagesordnung. Mit einem langjährigen Kunden, dem Büro-, Betriebs- und Lagerausstatter „Kaiser + Kraft“, hat das Transportunternehmen in diesem Herbst eine Aktion gestartet: Zum Ausgleich von bei Transporten ausgestoßenem CO2 unterstützen sie das Klimaschutzprojekt „Solarkocher Madagaskar“.

CO2-Fußabdruck

Rund 10 000 Euro, schätzt Geschäftsführer Frank Rottbeck, kommen über den Kunden pro Jahr für das Projekt der gemeinnützigen Organisation „My Climate“ zusammen. Das sind Kompensationszahlungen für die fast 140 Tonnen CO2 pro Quartal, die allein bei den Fahrten für Kaiser + Kraft produziert werden. Die Firma strebe über ihre Muttergesellschaft Takkt AG zunehmend CO2-kompensierte Versandwege an – und war mit dieser Idee an den Bottroper Transportunternehmer herangetreten. Rottbeck stieg gerne ein. Zumal er mit dem Verband VTL (Vernetzte Transport-Logistik) im Rücken ein entsprechendes System anbieten konnte: Darüber kann der CO2-Fußabdruck einer bestimmten Sendung ermittelt werden. Rottbecks Beitrag darüber hinaus: „Wir haben ein Logo entwickeln lassen.“ Grün ist das, weist den damit gekennzeichneten Transport als CO2-neutral aus. „Das darf der Kunde auf seinen Lieferschein drucken.“ Es prangt auch auf den Sende-Etiketten.

Die Kompensationszahlungen helfen, dass Menschen auf Madagaskar nicht länger über offenem Feuer kochen und dafür Bäume abholzen, sondern Solarkocher nutzen. Dadurch wird laut My Climate vor Ort tonnenweise CO2 eingespart, der Regenwald geschützt. Läge ein Projekt in Deutschland nicht näher? „Wir sitzen auf der Erde in einem Boot“, sagt Rottbeck. „Da spielt es nicht so eine große Rolle, ob in Deutschland oder in Madagaskar CO2 eingespart wird.“ Zudem könne man mit dem eingesetzten Geld in Madagaskar mehr erreichen als hier vor Ort.

Nachahmer erwünscht

Nun ist Kaiser + Kraft nur einer von vielen Kunden Rottbecks. Nachahmer würde er gerne sehen, ist schon mit einem weiteren Kunden darüber im Gespräch. Darüber hinaus habe das Unternehmen den Umweltschutz noch in weiteren Bereichen im Blick, betont der Spediteur. Er verweist auf Maßnahmen wie eine eigene Photovoltaikanlage, Abfalltrennung und Wertstoffrecycling, ein Fahrertraining seiner Mitarbeiter im energiesparenden Fahren und, die Erweiterung des Fuhrparks durch umweltfreundlichere Fahrzeuge.

„Aktuell sind wir im Zusammenhang mit Innovation City mit einem City-Logistik-Projekt beschäftigt“, berichtet der Spediteur. Dabei geht es darum, Waren für die Innenstadt-Händler außerhalb der City an einem Punkt anliefern zu lassen. Gesammelt werden sie dann in einem Transport (idealerweise per E-Mobilität) in den Stadtkern geliefert.

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