Hallenbad

SPD und CDU liefern Ideen für höhere Besucherzahlen

Günstige Preise in den Sommerferien, längere Öffnungszeiten am Wochenende: So wollen CDU und SPD die Besucherzahlen wieder anheben.

Günstige Preise in den Sommerferien, längere Öffnungszeiten am Wochenende: So wollen CDU und SPD die Besucherzahlen wieder anheben.

Foto: Heinrich Jung

Kirchhellen.   Das Hallenbad Kirchhellen hat in drei Jahren viele Besucher verloren. Woran liegt das? Wohl nicht nur an weggebrochenen Reha-Kursen.

Warum hat das Hallenbad in den vergangenen drei Jahren im Schnitt 11.500 Besucher verloren? Darüber debattieren die Parteien seit Januar. Dienstag in der Bezirksvertretung wird diese Debatte weiter gehen. Die Betriebsleitung kann bisher nur sagen, woran es nicht liegt.

Jürgen Heidtmann, Chef des Sport- und Bäderbetriebes, hatte bereits im Januar angekündigt, nach Gründen für die sinkenden Besucherzahlen zu suchen. Erste Ergebnisse legt er am Dienstag den Bezirksvertretern vor. Es sind Reha-Kurse weggefallen, weil der Bäderbetrieb nach eigenen Angaben keine Übungsleiter mehr dafür bekommt. Das kostet im Jahr rund 1000 Besucher. Der Rückgang ist aber viel höher. Zwar hat der Bäderbetrieb auch im Städtevergleich einen Rückgang der Besucherzahlen registriert. Aber das reicht Heidtmann als Erklärung nicht aus: „Auch wenn unterstellt werden kann, dass das Hallenbad Kirchhellen im bundesweiten Trend liegt, soll eine weitergehende Analyse des Besucherverhaltens folgen.“

CDU: Liegewiese attraktiver machen

Die sollte eigentlich längst vorliegen, kritisiert der Kirchhellener CDU-Chef und Ratsherr Rainer Hürter. „Wann soll die denn endlich kommen?“ Gemeinsam mit Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder fordert er, der Bäderbetrieb möge im Sommer die Liegeweise öffnen und im Idealfall möblieren mit einer Tischtennisplatte und Liegestühlen. Damit soll das Bad vor allem für Kinder und Jugendliche attraktiver gemacht werden, auch als Alternative zu den Freibädern Stenkhoffbad und Vonderort.

Um mehr junges Publikum ins Hallenbad zu holen, wollte die CDU im Sommer nicht nur freien Eintritt für Kinder und Jugendliche ins Stenkhoffbad, sondern auch in die Hallenbäder. Das scheiterte an dem noch vorhandenen Kassensystem, das keine Gratiskarten drucken kann. „Dann nehmen wir halt zehn Cent Eintritt“, sagt Hürter: „Entscheidend ist, dass Kinder und Jugendliche in den Sommerferien günstig ins Bad kommen.“

SPD: Längere Öffnungszeit am Wochenende

Die SPD hat 2018 die Badbesucher befragt und fordert seither längere Öffnungszeiten an den Wochenenden. „Es ist doch ein Witz, dass das Bad ausgerechnet Samstag nur bis 12 Uhr geöffnet ist“, sagt SPD-Bezirksfraktionschef Willi Stratmann. „Die neuen Auszubildenden müssen Luft in den Dienstplänen schaffen können.“ Grundsätzlich hält er den Rückgang der Besucherzahlen für „sehr unbefriedigend vor dem Hintergrund, dass immer mehr Kinder nicht schwimmen können und Vereine das Bad gern öfter nutzen würden“.

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