Kultur

SPD-Spitze sieht Ausbau des Museums Quadrat skeptisch

Das Museum Quadrat mit dem Josef-Albers-Museum im  Bottroper Stadtgarten.

Foto: www.blossey.eu

Das Museum Quadrat mit dem Josef-Albers-Museum im Bottroper Stadtgarten. Foto: www.blossey.eu

Bottrop.  Auch wenn Stiftungen die neue Ausstellungshalle bauen - Die stärkste Partei im Rat sorgt sich, dass sich die Stadt Bottrop die jährlichen Betriebskosten nicht leisten kann.

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Die SPD-Spitze sieht den Ausbau des Museumszentrums Quadrat mit dem Josef-Albers-Museum skeptisch. Fraktionschef Thomas Göddertz weist darauf hin, dass sich die Stadt ein größeres Museum im Stadtgarten womöglich selbst dann nicht leisten könne, wenn Stiftungen den Ausbau finanzieren: wegen der anschließend fälligen Unterhaltungskosten.

„Ich wüsste nicht, woher ich das Geld dafür nehmen sollte“, sagte der Ratsherr. Eine neue Ausstellungshalle für das Quadrat koste eine Millionensumme. Wenn diese Stiftungen und Sponsoren übernehmen, bedeute dies keineswegs, dass die Stadt keine Kosten hätte. Denn sie müsse den neuen Museumsbau ja unterhalten. „Da müssen wir mit einer sechsstelligen Summe rechnen“, meint der SPD-Fraktionschef.

Wie die WAZ berichtete, schmiedet die Stadtverwaltung Pläne für eine weitere Ausstellungshalle im Stadtgarten. Das Quadrat braucht mehr Raum, damit seine Sammlung des Bauhausmeisters Josef Albers bei Sonderausstellungen wie zurzeit der Walker-Evans-Schau ihren angestammten Platz behalten kann.

In Klausur

„Wer die Folgekosten für den Museumsanbau tragen soll, muss vorher geklärt sein“, fordert Göddertz. Es gehe ja nicht nur darum, woher die Stadt das Geld für die jährlichen Betriebskosten nehmen soll. „Wir müssen die Summe, die wir mehr ausgeben, an anderer Stelle ja wieder einsparen“, erklärte der SPD-Fraktionschef. Denn die hoch verschuldete Stadt dürfe ihren Finanzrahmen nicht ohne weiteres sprengen.

Die SPD geht Ende dieser Woche in Klausur über den Etat der Stadt für 2016. Über den im Kulturressort erhofften Museumsanbau werden die Mitglieder der stärksten Kraft im Rat dann auch reden. Schon jetzt weist SPD-Ratsherr Rüdiger Lehr aber auf eine Schieflage hin. „Wir streichen ja selbst kleinere Beträge im sozialen Bereich, auch wenn es da besonders schmerzt, und dann sollen wir mindestens 100.000 Euro im Jahr für das Museum zusätzlich aufbringen?“, sagte der stellvertretender SPD-Fraktionschef zur WAZ.

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