Kinder

SPD kündigt neuen Versuch in Sachen Kinderrechte an

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes setzt sich für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ein.

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes setzt sich für die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz ein.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Weil Kinderrechte nicht im Grundgesetz verankert werden, wirft der Bottroper Michael Gerdes der Union die Verletzung des Koalitionsvertrages vor.

SPD-Bundestagsabgeordneter Michael Gerdes bedauert, dass die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz vorerst gescheitert ist. „Das ist bitter und enttäuschend“, meint der Bottroper Abgeordnete. „Noch nie waren wir dem Ziel ‚Kinderrechte im Grundgesetz‘ so nahe. Letztendlich waren aber CDU und CSU nicht bereit, den Weg zu einer weiteren Stärkung der Kinderrechte mitzugehen. Damit hält die Union eine zentrale Vereinbarung des Koalitionsvertrags nicht ein“, kritisiert Gerdes.

Die SPD habe das Vorhaben dagegen von Anfang an vorangetrieben, bekräftigt der Bottroper. „Es geht darum, den Bedürfnissen von Kindern Rechnung zu tragen, da sie ihre Rechte nicht selbst einfordern können“, erklärte er. Eine eindeutige und umfassende Formulierung ihrer Rechte im Grundgesetz wäre ein wichtiger Schritt, um diese Rechte gesetzlich fest zu verankern.

Corona-Pandemie belastet Kinder und ihre Familien

„In den letzten Monaten haben gerade Kinder und ihre Familien zur Eindämmung der Pandemie häufig zurückgesteckt und sind nach wie vor großen Belastungen ausgesetzt“, betont der SPD-Abgeordnete, „umso ernüchternder ist es, dass jetzt ein großer Schritt zur Stärkung der Belange der Kinder versäumt wird“. Gerdes kündigte an, dass die SPD in der nächsten Wahlperiode einen neuen Versuch unternehmen werde, um Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern.

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