Sommerparty

Sommerparty-Peers sind wieder Bottrops Stadtgarten unterwegs

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Die ehrenamtlichen Sommerparty-Peers Mahmoud El-Dorr (l.) und Ersin Erbagci (r.) sind mit ihren Kollegen wieder im Stadtgarten unterwegs. Irena Wabnitz von Jugendhilfe Bottrop e.V. kümmert sich um das Projekt.

Die ehrenamtlichen Sommerparty-Peers Mahmoud El-Dorr (l.) und Ersin Erbagci (r.) sind mit ihren Kollegen wieder im Stadtgarten unterwegs. Irena Wabnitz von Jugendhilfe Bottrop e.V. kümmert sich um das Projekt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Junge Besucher erhalten von gleichalterigen Ehrenamtlern Mülltüten, Ascher, Kondome oder Schutzmasken. Team würde sich über Verstärkung freuen.

Verglichen mit Parks in einigen Nachbarstädten geht es in Bottrops Grünen Lungen und auch im Stadtgarten recht gesittet zu. Grill-,Müll- und Partyorgien sind hier eher nicht an der Tagesordnung. Aber jedes gute Miteinander im öffentlichen Raum kommt - gerade auch in Coronazeiten - nicht ganz ohne Regeln aus. Das wissen auch die Ehrenamtlichen der Aktion „Sommerparty“, die der Fachbereich Jugend und Schule und die Jugendhilfe Bottrop e.V. organisiert.

Risiken beim Feiern minimieren und Müll vermeiden

Vier junge Erwachsene machen auch in diesem Jahr wieder „Sommerparty“. Das heißt, sie sind bei gutem Wetter vor allem im Stadtgarten unterwegs und wollen helfen, Risiken beim Feiern zu minimieren, weisen aber ihre Altersgruppe auch auf Regeln hin, geben Tipps und haben bei Bedarf auch Infomaterial oder Anderes dabei, damit Feiern im Park möglichst ohne Folgen für Umwelt und Gesundheit stattfindet.

Sie sind in Zweiergruppen unterwegs

Mahmoud El-Dorr und Ersin Erbagci sind schon länger dabei und kennen zum Teil die regelmäßigen Besucher oder Partymacher im Stadtgarten. „Wir wollen aber nicht wie das Ordnungsamt auftreten, dazu haben wir ja auch gar nicht die Befugnis, sondern haben einfach ein Auge auf unsere Altersgenossinnen und -genossen oder schauen, ob etwas aus dem Ruder läuft“, sagt Ersin. Seit dem vergangenen Sommer gelte es auch, auch die Corona-Regeln zu achten. Da seien sich die meisten aber der Ansteckungsgefahr bewusst und hielten sich an die Regeln, erzählt Ersin aus Erfahrung. In Zweiergruppen seien sie aber schon immer unterwegs, auch wenn Bottrop - wie gesagt - kein gefährliches Pflaster ist.

„Die Sommerparty-Peers werden eher auf gleicher Augenhöhe wahrgenommen und haben allein schon durch ihr Alter oder Auftreten einen ganz anderen Draht zu Jugendlichen oder jungen Erwachsenen“, sagt auch Irena Wabnitz von der Jugendhilfe Bottrop. „Und für den Fall der Fälle haben wir nicht nur Mülltüten parat, erinnern an den Gebrauch zum Beispiel von kleinen mitnehmbaren Aschenbechern, sondern auch an den Gebrauch von Kondomen, von denen wir auch immer welche dabei haben“, sagt Mahmoud El-Dorr. Die würden auch öfter genommen, als man denkt. „Dabei sei es oft eine Gratwanderung, welches Thema man nun anspreche oder wo man diskreter sein sollte, so der 23-Jährige. „Wenn wir sehen, dass zum Beispiel Pärchen für sich sein möchten, sprechen wir die natürlich nicht an, wenn sie nicht gerade Abfall rumwerfen“, bestätigt Ersin. Als Bottroper, die sich ihrer Stadt wohl fühlen, möchten beide, dass es auch so bleibt und vor allem der schöne Stadtgarten nicht „abgeranzt“ wird.

Etwas Unterstützung fänden sie aber dennoch gut. Drei, vier andere Jugendliche oder junge Erwachsene, die bei dem Touren mitgingen, wären auf jeden Fall willkommen. Vielleicht wären auch mal wieder Mädchen oder junge Frauen bereit, mitzumachen. Das würden sie auf jeden Fall begrüßen, denn die Peer-Gruppe war schon einmal stärker besetzt. Unterwegs sind sie zumeist an warmen Wochenenden oder vor Feiertagen. „Dann ist der Park oft richtig voll“, wissen die Sommerparty-Peers. Diese ehrenamtliche Arbeit, für die es eine kleine Aufwandsentschädigung gibt, macht ihnen jedenfalls Spaß. Und nützlich ist sie außerdem.

Wer mitmachen möchte, kann sich bei der Jugendhilfe Bottrop melden: Jugendhilfe.Bottrop@t-online.de oder auch bei Nina Heithausen vom Jugendreferat: nina.heithausen@bottrop.de.

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