Vater-Kind-Zeltlager

So fühlt sich Gemeinschaft an

Gemeinsam sind wir stark: Dieses Erlebnis vermitteln auch die Spiele der Lagerolympiade.

Foto: Michael Korte

Gemeinsam sind wir stark: Dieses Erlebnis vermitteln auch die Spiele der Lagerolympiade. Foto: Michael Korte

Bottrop-Kirchhellen.   Als der Sturm das Vater-Kind-Zeltlager zerzauste, packten alle mit an. Nach einer Stunde waren die Schäden behoben.

Nach dem Sturm am Donnerstag hat die Kolpingfamilie eindrucksvoll bewiesen, worum es eigentlich geht bei ihrem Vater-Kind-Zeltlager an der Hiesfelder Straße. Als das Gewitter sich verzogen hatte, haben alle kräftig angepackt, und nach einer Stunde waren die Schäden beseitigt. Parallel dazu sprang das Kolping-Netzwerk an: Jede Menge Hilfsangebote erreichten das Lager. „So fühlt sich Gemeinschaft an“, sagt Mitorganisator Andre Scharf. „Und genau dieses Gefühl wollen wir vermitteln.“

Seit mehr als 40 Jahren bietet die Kolpingsfamilie am Fronleichnamswochenende das Vater-Kind-Zelten an und hat von Anfang an das Gemeinschaftserlebnis in den Mittelpunkt gestellt. Schon die Vorbereitung, die im Januar beginnt, ist eine ziemlich große Teamleistung. Bei der Lagerolympiade gewinnt das beste Teamwork. Und wenn es am Abend ruhiger wird, alle um das Lagerfeuer herum sitzen und einige Väter nach ihren Gitarren greifen, rundet ein weiteres Erlebnis vom Gemeinschaft den Tag ab.

Viele Helden

„Heldinnen und Helden“ hat die Kolpingsfamilie das diesjährige Lager überschrieben. Gemeint sind natürlich in erster Linie die jungen Teilnehmer im Alter von zweieinhalb bis 15 Jahren. Aber eigentlich sind hier alle die Helden. Die Väter. die morgens, mittags und abends für die Verpflegung sorgen und zwischendurch Rohkost schnippeln, die die Kinder daheim vermutlich nicht anrühren würden. Die Jungs und Mädels von der „Kolpingspolizei“, die über die Einhaltung der einfachen, aber strengen Lagerregeln wachen. Die zehn Väter vom Lagergericht, die eventuelle Regelverstöße ahnden - und die Väter, die sich für die Streiche ihrer Kinder an den Pranger stellen lassen.

Und dann sind da noch die stillen Helden im Hintergrund: Der Landwirt, der seinen Acker hergibt für das Zeltlager. Die Unterstützer, die für einen Trecker, einen Kran oder andere Technik sorgen, wenn sie gebraucht wird. Oder die das Stroh für die Strohburg im Zentrum des Lagers mit dem Tieflader bringen. Andre Scharf: „Das Ganze lebt und stirbt mit ganz vielen Sponsoren, Förderern und Ehrenamtlichen. Mit dem Kolping-Netzwerk eben.“

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