Selbsthilfegruppe Prostata-Erkrankungen besucht Fachklinik

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Erfahrungen austauschen, sich gegenseitig unterstützen und neue Informationen sammeln – zu diesem Zweck tun sich Menschen in Selbsthilfegruppen (SHG) zusammen. Die Männer aus der SHG Prostataerkrankungen Bottrop e.V. schauten nun über die Stadtgrenzen hinaus. Zusammen mit ihren Partnerinnen besuchten sie die Klinik Bad Oexen, eine Fachklinik für onkologische Rehabilitation und Anschlussheilbehandlung. Sie liegt in einem Stadtteil von Bad Oeynhausen.

Die Klinik, die privat betrieben wird, hat eine Selbsthilfebeauftragte. Und so begrüßte Birte Werkmeister die Gäste aus Bottrop, bevor Pflegedienstleiterin Carmen Schwies, die Klinik vorstellte. Sie verfügt über 300 Betten im Erwachsenenbereich, in dem jährlich rund 5200 onkologische Patienten betreut werden. Auch Kinder werden hier behandelt.

Sicherlich interessant für die Besuchergruppe war, von diesem Konzept zu erfahren: Um die Kommunikation zwischen den erwachsenen Tumorpatienten zu fördern, werden gleichaltrige Gruppen gebildet. Dabei wird davon ausgegangen ist, dass diese sich in einer ähnlichen Lebensphase befinden und daher leichter miteinander ins Gespräch kommen. Die Klinik bietet zu den Rehabilitationsmaßnahmen auch entsprechende Vorträge, Gruppen- und Einzelgespräche an.

Auch die Gruppe aus Bottrop hörte Vorträge. So stellte die Selbsthilfebeauftragte Birte Werkmeister sich und ihren Aufgabenbereich vor. Die Klinik ist seit 2013 vom „Netzwerk Selbsthilfefreundlichkeit im Gesundheitswesen“ als Selbsthilfefreundliche Rehabilitationsklinik“ zertifiziert, und Birte Werkmeister stellt auf Wunsch Kontakte zu entsprechenden Selbsthilfegruppen her, da mit dem Abschluss der stationären Rehabilitation die Rehabilitation insgesamt nicht abgeschlossen sei. Es gelte, den eingeschlagenen Weg zu Hause weiterzugehen.

Weitere Vorträge drehten sich um die tumorbedingte Fatigue (akute oder chronische Mattigkeit/Müdigkeit bei Krebs) sowie um sozialrechtliche Themen von der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises mit dem unterschiedlichen Behinderungsarten und Graden über die Möglichkeiten zur Beantragung öffentlicher Mittel oder Zuschüsse von den Krankenkassen. Zum Abschluss sprach die Psychologin Gisela Albrecht über „Sexualität und Krebs, insbesondere Prostatakrebs“.

Die Busfahrt zur Klinik wurde durch die finanzielle Unterstützung der Krankenkasse Knappschaft und den Bundesverband Prostatakrebs Selbsthilfe e.V. (BPS) ermöglicht.

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