Schule

Schülerfirma verkauft bald gesunde Pausensnacks

Testbetrieb in der neuen Küche: Sakiya Ouro-Kavalo, Simge Elif Uzdemir, Luca Roth und Sina Marie Sandmann (von links)  machen Obstsalat.

Testbetrieb in der neuen Küche: Sakiya Ouro-Kavalo, Simge Elif Uzdemir, Luca Roth und Sina Marie Sandmann (von links) machen Obstsalat.

Foto: Thomas Gödde

Mit einer neuen Küche im Keller startet die Gustav-Heinemann-Realschule ihr „Schule der Zukunft“-Projekt

Die Stadt hat der Gustav-Heinemann-Realschule an der Paßstraße eine neue Schulküche im Wert von 60 000 Euro spendiert. Mit den vier neuen Küchenzeilen startet die Schule nach den Ferien eine Schülerfirma, die in den Pausen gesunde Snacks verkaufen soll - mit Gewinn für möglichst alle Beteiligten. Mit diesem Projekt beteiligt sich die Schule an der Landeskampagne „Schule der Zukunft“.

Gute Ernährung ist ein großes Thema

Gute Ernährung ist ein großes Thema nicht nur für Schulleiter Dirk Brinkmann und Biologielehrerin Karola Mendel. Deshalb machen die Schüler schon in der fünften Klasse ihren „Ernährungsführerschein“. Und deshalb setzen sich Lehrer und Schüler in der verlängerten zweiten Schulstunde zu einem gesunden gemeinsamen Frühstück mit Wasser, Obst und Gemüse zusammen. Brinkmann: „Wenn die Kinder Brot mitbringen, achten wir darauf, dass es Vollkornbrot ist. Und Chips kommen bei uns gar nicht in die Tüte.“

Um gute Ernährung dreht sich auch das Wahlpflichtfach Hauswirtschaft in der neunten Klasse, in der die Schüler alle 14 Tage drei Stunden lang gemeinsam kochen. Am Herd lassen sich nicht nur Inhalte aus Biologie und Chemie vermitteln, sondern auch mathematische Fertigkeiten wie die Umrechnung von Mengen aus Rezepten - und Sozialkompetenz, wenn die Schüler sich im Team am Herd organisieren müssen.

Sanierung nach dem Wasserschaden

Kalkulieren und im Team arbeiten werden auch die Schüler müssen, die im neuen Schuljahr als Schülerfirma den Pausenverkauf organisieren wollen. Sie müssen gesunde, frische und im besten Fall Waren aus der Region einkaufen. Eine gute Adresse für Obst kennen sie schon, sagt Karola Mendel: „Letztens waren wir bei Schmücker Blaubeeren pflücken. Die Hälfte kam in die Körbe, die andere in die Mägen.“ Sie müssen die Preise berechnen für das Angebot, das im Kern bestehen soll aus Wasser, Obst und Joghurt. Der soll im besten Fall selbst gemacht sein, damit die Firma nicht sehr viel Müll produziert. Dafür müssen geeignete Becher her - und vermutlich auch ein Pfandsystem. Die Firma soll ein Gemeinschaftsprojekt werden von Schülern, Lehren und Eltern.

Für den Start der Schülerfirma hat die Stadt als Schulträger den Grundstein gelegt. Sie hat nämlich nach einem schweren Wasserschaden im Juni letzten Jahres den Schulkeller mit großen Aufwand saniert und die neue Küche eingebaut. Dafür gibt es ein dickes Dankeschön von der ganzen Schule. Schulleiter Brinkmann freut sich: „Jetzt kann wieder gekocht werden. Dank der modernen Einrichtung und eines handlungsorientierten Hauswirtschaftsunterrichtes macht das Lernen doppelt soviel Freude.“ Im Alltag getestet wurde die neue Küche schon, sagt Karola Mendel: „Wir haben schon ganz viele Milchshakes produziert.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben