Schüler trainieren einen fairen Umgang miteinander

Fair miteinander umgehen, im Team Lösungen finden und kein Mobbing, weder direkt persönlich noch im Internet - das sollten die 90 Fünftklässler des Vestischen Gymnasiums nach den Stationen des „Fair-Mobils“ künftig im Alltag beachten.

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Fair miteinander umgehen, im Team Lösungen finden und kein Mobbing, weder direkt persönlich noch im Internet - das sollten die 90 Fünftklässler des Vestischen Gymnasiums nach den Stationen des „Fair-Mobils“ künftig im Alltag beachten.

Vom Deutschen Roten Kreuz in Münster initiiert, hat es diese Aktion bereits zum zweiten Mal an der Schule gegeben. Die Koordination hatte Sabrina Peinecke, Lehrerin für Deutsch und katholische Religion sowie Anti-Mobbing-Beauftragte der Schule.

An zwei Tagen haben die drei fünften Klassen jeweils zehn Stationen durchlaufen, 60 Schüler aus zwei Klassen waren am ersten Tag aktiv. An mehreren Etappen wurden sie von Oberstufenschülern begleitet. „Es macht Spaß“, sagte Nicolai Kreutner, einer von ihnen. Die Aufgabe an seiner Station: Die Kinder sollten aus Klebeband und Strohhalmen einen schützenden Behälter für ein rohes Hühnerei bauen. Dabei zeigten sich auch Probleme: In einer Gruppe habe ein Junge die Sache alleine in die Hand genommen, und die anderen hätten ihn machen lassen; das widersprach dem Teamgedanken und wurde angesprochen.

Eine andere Aufgabe bestand bei Katja Ditsch, einer der beiden Gruppenleiterinnen des DRK, darin, unter dem Titel „Die Kraft des Yoga“ zur Ruhe zu kommen. „Das klappt meistens gut“, lobte sie die Fähigkeit der Kinder, beim Wechsel von laut zu leise auszuspannen. Wie fühle ich mich in der Ruhe? Solche und ähnliche Fragen hat Ditsch den Jungen und Mädchen gestellt.

Eine besondere Vorbereitung habe es im Unterricht nicht gegeben, erklärt Peinecke. Der neue Jahrgang, erst nach den Sommerferien gestartet, wurde zwar über den Besuch des Fair-Mobils informiert. Die konkreten Aufgaben hatten aber Überraschungscharakter. Das galt auch für das Thema Cybermobbing. Einige Schüler seien bei Fragen rund um die Internet-Nutzung sehr gut informiert, andere noch sehr unbedarft, so ein Fazit. „Die Schüler sind sensibler geworden“, fasste Peinecke den Erfolg der Mobbing-Prophylaxe zusammen. Vor einigen Jahren habe es an der Schule einen Fall von Cybermobbing gegeben, seitdem das Problem verstärkt thematisiert werde, werde es kleiner. Peinecke verwies auf eine Fülle von entsprechenden Aktionen und Ansprechpartnern, den „Mobbing-Scouts“.

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