Ferienprogramm

Schüler schnuppern in technische Berufe

Maret und Maren probieren die 3D-Druckstifte. Uwe Handmann (HRW), Heinz Lison (Förderverein) und Frank Pinnow (Sparkasse) beobachten sie dabei.

Maret und Maren probieren die 3D-Druckstifte. Uwe Handmann (HRW), Heinz Lison (Förderverein) und Frank Pinnow (Sparkasse) beobachten sie dabei.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Kreativität steht beim „mint4u“-Feriencamp im Mittelpunkt. Schüler lernen mit 3D-Stiften zu zeichnen. Sie programmieren und tauchen in virtuelle Welten ab.

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Langsam lässt Maret (14) den 3D-Druckstift über die Zeichnung ihres Einhorns gleiten. Sie zieht im sogenannten „FabLab“ der Hochschule Ruhr West (HRW) die Linien des Fabelwesens nach und gestaltet somit ein buntes Kunstwerk. Maren (14) kreiert beim erlebnisreichen Workshop des „mint4u“-Camps hingegen ihre eigene, winzige Stadt. Die Bottroperin kann sich vorstellen, später einmal als Designerin zu arbeiten. Während des Ferienprogramms der HRW und des zdi-Zentrums übt sie, um ihren Wunsch Wirklichkeit werden zu lassen.

An fünf Tagen in den Sommerferien haben die Teilnehmer aus Bottrop, Essen, Mülheim, Herne und Xanten die Chance, in technische Studiengänge und Berufe hineinzuschnuppern. Dabei steht der Spaß der 35 Jugendlichen stets im Mittelpunkt. Vier aufregende Workshops warten auf sie. Sie werden am Vormittag für die kreativen Köpfe angeboten, die sich in mehreren Disziplinen schulen.

Tobias(14), Felix (14) und Jan (15) probieren sich in der Filmproduktion. Während ihre 13- bis 16-jährigen Mitstreiter mit dem 3D-Druckstift arbeiten, kleine bewegliche Roboter programmieren oder persönliche Fidget Spinner herstellen, dokumentieren die Hobby-Filmemacher die Geschehnisse mit der Kamera. Dann geht es in einem Technikraum ans Schneiden. „Wir drehen hier mit Equipment, an das wir normal nicht kommen. Die Ausrüstung ist spitze, sie macht vieles möglich“, betonen die drei Schüler.

Zusatzangebot am Mittag

Die Struktur des Camps ist klar vorgegeben, die Art der Umsetzung jedoch nicht: „Wir geben den Schülern nur den Themenbereich an die Hand, was sie im Endeffekt daraus machen, das bleibt ihnen überlassen“, betont „mint4u“-Koordinatorin Insa Larson. Am Mittag könnten die Teilnehmer noch in die anderen Workshops hineinschauen oder ein Zusatzangebot nutzen. „Sie können mit dem Segway durch die Flure rollen oder ihr T-Shirt mit einem Motiv bedrucken, das sie selbst zeichnen.“

Verschiedene Dozenten oder Mitarbeiter würden täglich über ihren Lebensweg sprechen und über die Themen Informatik, Robotik, Elektrotechnik sowie Maschinenbau aufklären. „Welche Berufe kann ich lernen? Was sind meine Stärken? Wir zeigen Beispiele.“

Das „mint4u“-Feriencamp war innerhalb weniger Tage ausgebucht, das Interesse der Bottroper Schüler war groß. Es wurde in diesem Jahr von dem HRW-Förderverein und der Sparkasse Bottrop unterstützt. Die Sparkasse spendete 1000 Euro, die unter anderem zur Anschaffung der 3D-Druckstifte genutzt wurden. „Es ist eine Technik, die nicht mehr wegzudenken ist.“

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