Wettbewerb

Schüler lassen Roboter in Bottrop knifflige Aufgaben lösen

Musa (12), Aaron (13) und Jonah (12) gehören zu den HHG-Schülern, die bei dem Roboterwettbewerb mitmachten. Mit ihren selbst programmierten Robotern üben sie noch einmal den Parcours, den es zu bewältigen gilt.

Musa (12), Aaron (13) und Jonah (12) gehören zu den HHG-Schülern, die bei dem Roboterwettbewerb mitmachten. Mit ihren selbst programmierten Robotern üben sie noch einmal den Parcours, den es zu bewältigen gilt.

Foto: Nina Stratmann

Bottrop.   Elf Teams messen sich beim Roboter-Lokalwettbewerb auf dem HRW-Campus in Bottrop. Für viele ist das ein Einstieg ins Programmieren.

„Drei – zwei – eins – Start“: Unverzüglich schicken Aaron (13) und Jonah (12) ihren Lego-Roboter auf den Parcours. Von Schülerhand programmiert und exakt ausgerichtet, soll er nun innerhalb von zweieinhalb Minuten möglichst viele Aufgaben erledigen, wie Lego-Steine auf bestimmten Felder platzieren. Es ist ihre Premiere beim Roboter-Lokalwettbewerb der Gemeinschaftsoffensive Zukunft durch Innovation (zdi), der an diesem Freitag an der Hochschule Ruhr West (HRW) stattfindet; und noch läuft nicht alles ganz glatt. Dennoch: „Das habt ihr gut gemacht“, lobt Lehrerin Cornelia Hußmann am Ende von Durchgang eins.

Zehn Aufgaben zum Thema „Unsere digitale Welt“

Die stellvertretende Leiterin des Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasiums ist mit insgesamt elf Schülerinnen und Schülern in zwei „Heine-Robots“-Teams zum Wettbewerb angetreten, der diesmal in der Rubrik „Robot Game“ unter dem Motto „Unsere digitale Welt“ steht. An dieser Überschrift orientieren sich insgesamt zehn Aufgaben, die die kleinen Roboter auf einer weißen, mit schwarzen Linien und bunten Themenfeldern versehenen Matte angehen können. So soll etwa auf einer Miniatur-Teststrecke für autonomes Fahren das Auto vom Roboter ins Ziel gebracht werden.

Im Rahmen des naturwissenschaftlich-technischen Mint-Unterrichts am HHG sei die Frage gestellt worden, wer Lust auf Roboterprogrammierung hätte, erzählt HHG-Schüler Aaron. Die Aufgaben konnten im Vorfeld vorbereitet werden.

Gruppen bereiten sich seit den Sommerferien vor

„Wir haben nach den Sommerferien angefangen“, so Cornelia Hußmann. „Wir starten jedes Mal beim Roboterwettbewerb mit einer neuen Gruppe. Das machen nicht alle so“, sagt sie mit Blick auf die konkurrierenden Teams, die aus verschiedenen Städten der Region kommen. „Und zwar fangen wir immer in Klasse sieben an, bevorzugt in der Mint-Klasse.“ Die jungen Teilnehmer hätten gleichzeitig das Programm lernen, mit den Robotern üben und Lösungen für die gestellten Aufgaben finden müssen – und das hätten sie gut gemeistert. Ganz nebenbei würden in den Teams auch soziale Kompetenz geschult.

Den Titel zu holen, ist dabei nicht das erste Ziel. „Das wäre zwar schön“, meint Cornelia Hußmann und lächelt. „Aber wichtig ist für uns vor allem, möglichst viele Schüler für den Mint-Bereich zu aktivieren. Wir sind ja jetzt auch Mint-EC-Schule.“ In dieser werden Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik besonders gefördert.

Schiedsrichter verteilen Punkte

Fakt ist: Für die exakte Erledigung der Aufgaben verteilen Schiedsrichter Punkte. Abzug gibt es, wenn ein Schüler zum Beispiel außerhalb der „Base“, gewissermaßen dem Startfeld, den Roboter anfasst. Oder Lego-Bauteile nicht exakt im dafür vorgesehenen Feld abgelegt sind. Über drei Runden können die elf angetretenen Teams ihre Leistung steigern. Für die beiden HHG-Mannschaften reicht es am Ende für Platz fünf und sechs.

Die zwei besten Teams aus diesem Vorentscheid kommen vom Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium (Duisburg), sie fahren zur Regionalausscheidung. Ziel des Wettbewerbs ist es laut Veranstalter, für die Teilnehmer einen niederschwelligen und spielerischen Zugang zur Informatik zu schaffen.

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