Tradition

Schornsteinfeger grüßen zum neuen Jahr und wünschen Glück

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (m.) mit den Bezirksschonsteinfegern, die hier als Glückbringer im Einsatz waren.

Foto: Thomas Gödde

Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder (m.) mit den Bezirksschonsteinfegern, die hier als Glückbringer im Einsatz waren. Foto: Thomas Gödde

Bottrop-Kirchhellen.   Dieser besondere Neujahrsgruß hat Tradition in Kirchhellen. Gleichzeitig nutzen die Meister den Termin und raten zum Einbau von CO-Meldern.

Der Neujahrsgruß der Schornsteinfeger hat in Kirchellen bereits Tradition. So haben sechs Meister Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder und Magnus Thesing, Leiter der Bezirksverwaltungsstelle, zum neuen Jahr alles Gute gewünscht. Schnieder revanchierte sich und wünschte unfallfreies Arbeiten. Kirchhellen-Gutscheine gab‘s dazu, die Meister hatten den Stadtvertretern ebenfalls Präsente mitgebracht.

Mit dabei waren Michael Rößler, für den Bezirk Kirchhellen zuständig, Anton Katemann (Boy, Ebel und Lehmkuhle), Herbert Niewerth (Fuhlenbrock), Christian Kempkes (Boy, Eigen), Ludger Köthemann (Stadtmitte) und Markus Idczak (Boy, Batenbrock). Verhindert war Peter Donsbeck, der im Eigen und Grafenwald tätig ist.

Ihren Ruf als Glücksbringer haben die Schornsteinfeger seit dem Mittelalter, sagte Rößler. Seine Erklärung: Kaminbränden, beim Heizen mit Holz und Kohle früher nicht selten, fielen damals nicht nur das einzelne Gebäude, sondern manchmal ganze Häuserzeilen zum Opfer.

Melder in Kopfhöhe anbringen

Wenn der Schornsteinfeger den brennbaren Ruß aus dem Kamin geholt hatte, war diese Gefahr gebannt. „Wenn der Schornsteinfeger da war, kam das Glück ins Haus.“ Einen der Meister anzufassen oder an den Knöpfen der Kleidung zu drehen soll Glück bringen. Das erleben die Meister bis heute.

In Gladbeck und Bottrop und seit zwei Jahren auch in Dorsten sind die Schornsteinfeger offiziell als Glücksbringer im Einsatz. Es solle aber „keine Massenveranstaltung“ werden, war sich die Runde einig. Schließlich müssten solche Termine neben der üblichen Arbeit erledigt werden. Und auf diese und spezielle Berufs-Anlegen weisen die Schornsteinfeger bei der Gelegenheit gerne hin. Ihr dringender Appell geht diesmal dahin, Kohlenmonoxid-Warnmelder zu installieren. „Nicht an der Decke, sondern an einer Wand in Kopfhöhe“, empfehlen die Fachleute. Denn: Einige Atemzüge des farb- und geruchlosen Gases reichen aus, um einem Menschen das Bewusstsein zu nehmen. Kommt keine sofortige Hilfe, ist eine CO-Vergiftung tödlich. Für Gas-, Öl-, Brikett- und Pelletheizungen seien diese Warnmelder sehr ratsam, so die Meister. An den Kosten sollte es nicht scheitern: Ein solcher Warnmelder koste zwischen 50 und 60 Euro, so Rößler.

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