Freizeit

Schiffsparade lässt in Bottrop den Kanal erwachen

Der Kanal erwacht: Zur 6. Schiffsparade des Kulturkanals finden sich viele Schiffe ein.

Der Kanal erwacht: Zur 6. Schiffsparade des Kulturkanals finden sich viele Schiffe ein.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Die Veranstaltung des Kulturkanals fand bereits zum sechsten Mal statt. Schaulustige begrüßen kleine und große Boote mit Jubel und Ahoi-Rufen.

Zum sechsten Mal fand am Sonntag die jährliche Schiffsparade des Kulturkanals im Rahmen des Kanalerwachens auf dem Rhein-Herne-Kanal statt. Fast zwei Kilometer lang war das Gespann aus Ruderbooten, Motorsportbooten und Fahrgastschiffen.

Ein besonderes Highlight: Auf der „Max Prüss“ war die beliebte Kinderfigur Wickie zu sehen, die besonders für die kleinen Besucher eine große Freude war.

Bester Blick von der Brücke

Thomas Gödde left Mit einer kleiner Verspätung trafen die ersten Ruderboote um etwa 15.15Uhr bei der Rudergemeinschaft ein. Mit Jubel und „Ahoi!“-Rufen wurden sie vom Publikum begrüßt. Die meisten Besucher verteilten sich unter der nahegelegene Brücke, um sich vor dem kleinen aber intensiven Regenschauer zu schützen. Die Mutigen trotzten dem Wetter und standen auf der Brücke, um den besten Blick auf die Parade zu haben.

Die meisten Boote kündigten sich mit lautem Hupen an, wieder andere mit lauter Musik, Gesang und Jubel. Zum Ende der Parade zeigte dann auch noch ein Feuerlöschboot sein Können. Zweimal auf dem kurzen Stück in Bottrop hielt das Boot an, reckte sich ein wenig nach oben und sprühte sowohl vorne als auch hinten hohe Wasserfontänen. Nach etwa 30 Minuten war das Schauspiel schon vorbei und die Parade fuhr ihren Weg weiter nach Oberhausen. Endpunkt war der Kaisergarten, wo die Leute mit einem Fest die Schiffe und ihre Passagiere begrüßten.

Veranstaltung des Regionalverbandes Ruhrgebiet

Neben der guten Laune auf den Passagierschiffen hat die Veranstaltung, die vom Regionalverband Ruhr veranstaltet wird, natürlich auch den Zweck der Werbung. Harald Grzybek, 2. Vorsitzender der Rudergemeinschaft Bottrop, stellt immer wieder fest: „Die wenigsten wissen, dass wir überhaupt existieren. Auch diejenigen nicht, die in Bottrop geboren und aufgewachsen sind“.

Trotzdem zähle der Verein etwa 130 Mitglieder, unter denen sich auch einige Jugendliche finden. „Unsere jüngeren, die unter 30 sind, fahren auch noch regelmäßig Rennen. Dafür haben wir einen extra Krafttrainingsraum“, erklärt Grzybek. Um vernünftig zu rudern gehen die meisten der jüngeren Mitglieder etwa vier bis fünf Mal in der Woche trainieren. „Die älteren, die auch noch Rennen fahren, trainieren etwa dreimal. Andere Mitglieder nur noch etwa einmal die Woche, um in Form zu bleiben“, weiß der Vorsitzende.

Verein hat Ruderübungsraum

Zusätzlich zur Parade hatten die Besucher am Sonntag auch die Möglichkeit, sich die Räumlichkeiten des Rudervereins anzuschauen. „Unser Verein ist in dem alten Lokschuppen von Prosper I angesiedelt. Das Gebäude müsste von etwa 1890 sein“, erklärt Grzybek.

Eine weitere Besonderheit des Vereins ist ein Ruderübungsraum: Hier hat man auch als Anfänger die Möglichkeit, in einer einem Ruderboot nachempfundenen Anlage die richtigen Techniken zu üben. „So kann auch keiner direkt ins Wasser fallen“, witzelt Grzybek.

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