Miniklassikclub

Riesengroße und zwergenkleine Instrumente klingen für Kinder

Ein riesengroßes Instrument - ein Oaino - spielen die Wichtel hier im Kinderklassikclub.

Ein riesengroßes Instrument - ein Oaino - spielen die Wichtel hier im Kinderklassikclub.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Miniklassikklub eröffnet im Kammerkonzertsaal des August-Everding-Zentrums mit unterhaltsamen Szenen und skandinavischer Musik die Spielzeit.

Weihnachtliche Stimmung brachten die Weihnachtswichtel von „Fidolino“ auf die Bühne und eröffneten damit die Spielzeit des Mini-klassikklubs. „Riesengroß und Zwergenklein“ hieß das Bühnenprogramm, dass gleichermaßen Groß und Klein mit unterhaltsamen Szenen und skandinavischer Musik begeistern konnte.

Die Weihnachtswichtel, gespielt von Natalia Gamper, Sabine Lorenz und Claudia Runde, hatten nämlich die Aufgabe, Glückskekse zu Weihnachten auszuteilen. Schade nur, dass diese leider zu Bruch gehen. Es müssen kurzerhand neue gebacken werden. Das ist aber nicht ganz einfach, denn dazu braucht es drei Zutaten: ein Freudenlicht, Mutpulver und Freundschaftsgirlanden.

Kinder tanzen vor der Bühne

Um an diese Zutaten zu kommen, müssen drei Aufgaben gelöst werden. Für das Freudenlicht, gilt es möglichst viel Freude zu schaffen. Für das Mutpulver müssen die Wichtel ihren Mut um Mitternacht beweisen, und für die Freundschaftsgirlande müssen sich alle freundschaftlich gegenseitig an den Hände halten.

Nicht nur die Weihnachtsfee Jul Fe, gespielt von Christiane Fricken-stein, versuchte hier mal mehr, mal weniger geschickt den Wichteln durch ihren Zauber zu helfen. Auch das Publikum wird konsequent einbezogen. Denn ohne die großen und kleinen Menschen können die Weihnachtswichtel ihre Zutaten zum Backen der Glückskekse nicht bekommen. So bilden Kinder und Erwachsene selbst die Freundschaftsgirlande und helfen den Wichteln beim Lösen ihrer Aufgabe. Teilweise tanzten die Kinder kurz vor der Bühne und spätestens bei Rolf Zuckowskis „In der Weihnachtsbäckerei“ haben alle mitgemacht.

Von der Piccoloflöte bis zur großen Bassquerflöte

Intention des Miniklassikklubs ist es ja, Kinder an die klassische Musik heranzuführen. Das ist auch in dieser Aufführung von „Fidolino“ sehr gelungen. So erklingt bei der Beschaffung des Mutpulvers das bekannte Stück „In der Halle des Bergkönigs“ aus der Peer-Gynt-Suite des norwegischen Komponisten Edvard Grieg. Dieses wurde passend zur Mutprobe durchaus leicht bedrohlich und spannend von der Pianistin Natalia Gamper interpretiert. Auch ihre Mitmusikerinnen präsentierten auf ihren Flöten ihr virtuoses Können.

Ganz dem Programm nach waren auch die Instrumente riesengroß und zwergenklein. So kamen von der kleinen Piccoloflöte über die Tin Whistle bis zur großen Bassquerflöte unterschiedliche Flöteninstrumente zum Einsatz und ergänzten musikalisch das sowieso riesengroße Instrument Klavier. Im Anschluss an das Programm konnten die Kinder nach vorne kommen und sich von den vier Musikerinnen die Instrumente und ihre Besonderheiten zeigen und vorführen lassen. Bildungsauftrag klar erfüllt.

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