Einzelhandel

Regnerisches Wetter hält Bottroper vom Heimatshoppen ab

Eine Modenschau vom in Bottrop noch recht neuen Bekleidungsgeschäft Peacock gehörte zum Heimatshoppen-Programm.Foto:Thomas Gödde

Eine Modenschau vom in Bottrop noch recht neuen Bekleidungsgeschäft Peacock gehörte zum Heimatshoppen-Programm.Foto:Thomas Gödde

Bottrop.   Mäßiger Besuch der Aktion in der Innenstadt. Gut 40 Händler hatten sich beteiligt. Sie wollen den Kunden nahe bringen: Kauf da ein, wo Du lebst!

Sei es eine Zumba-Vorstellung mit Melle, der Bauwagen für die Kleinen, Simon Krebs als Oldie-Interpret oder die Waffeln vor Café Kram – das zweite Heimat­shoppen auf Initiative der Wirtschaftsförderung fand trotz Regens mit Programm statt. Gut 40 Händler hatten sich an der Aktion beteiligt. Die Resonanz bei Händlern wie bei Kunden war aber geteilt, die City aufgrund des Wetters trotz zahlreicher Aktionen mäßig besucht.

Einige Händler schlossen vor der vereinbarten Zeit von 18 Uhr, andere Geschäfte wie Mensing oder das Café Kram blieben geöffnet. Während Irini Hubert, Inhaberin der Dom-Schänke, vor dem ehemaligen Mensing-Brunnen ganztägig lediglich 20 Pils verkaufen konnte, sagt Mensing-Storemanagerin Marion Schnippert: „Für uns ist es heute wenig messbar, wie erfolgreich das Heimatshoppen war, da wir jeden Samstag bis 18 Uhr geöffnet haben. Aufgrund des Wetters hatten wir heute mehr Kaufkunden als Kunden, die sich lediglich umsehen.“

„Bei besserem Wetter hätte es heute hier gerappelt“, ist sich Holger Czeranski vom B & C Verlag sicher. Der Organisator des Heimat­shoppens und der parallel laufenden Veranstaltung des Supersamstages sagt überzeugend: „Das Konzept funktioniert ja im Großen und Ganzen. Aber wenn das Wetter nicht mitspielt, dann kann man nichts machen.“ Die Kernaussage des Heimatshoppens – Kauf da ein, wo Du lebst – spielt für Czeranski eine wichtige Rolle: „Es geht darum, vor Ort einzukaufen – und nicht unbedingt im Internet zu bestellen oder in die Nachbarstädte zu gehen.“

Diese Botschaft ist auch Christina Berger wichtig. Die Inhaberin von Café Kram hatte im vergangenen Jahr passenderweise eine Postkarte mit dem Motto: „Heimat ist dort, wo Du Deinen Kaffee trinkst“ zum ersten Heimatshoppen entworfen. Diese Karte liegt auch heute aus, Papiertüten mit dem Motto des Heimatshoppens zieren die Eingangstür. Ihr ist wichtig: „Der heutige Tag steht dafür, dass sich die Menschen bewusst machen und auch Wert schätzen, dass wir in Bottrop eine schöne Innenstadt haben. Wir wussten, dass das Wetter nicht gut wird und nehmen das so, wie es ist.“

Timo Fischer ließ sich durch das Heimatshoppen zu einem Gang durch die Innenstadt ermutigen – trotz des Wetters. Als zugezogener Bottroper ist sein Eindruck positiv: „Ich glaube, man unterschätzt die Bottroper Innenstadt. Es mag nicht die Einkaufsstadt per se sein, aber für mich ist es eine Stadt mit Charme.“ Fischer führt aus: „Das Schöne ist: Man kennt sich, man trifft sich. Das gehört zum Einkaufen dazu. Es gibt inhabergeführte Geschäfte. Das macht den Charme dieser Stadt aus.“

Im Vorfeld hatte es übrigens ein Lob von der IHK gegeben, berichtet Czeranski: „Bottrop ist einer der wenigen Städte, die sich so viel Mühe gegeben hatten. Das Programm erstreckte sich über den gesamten Innenstadtbereich. Das ist so nicht üblich.“ Rückblickend sagt er: „Wir wollen einfach die Menschen sensibilisieren, dort einzukaufen wo sie wohnen.“

Die Planungen für das nächste Heimatshoppen 2018 stehen schon auf Czeranskis To-do Liste.

Vereine werben beim Supersamstag um Unterstützung

Bereits zum vierten Mal fand in der Innenstadt der sogenannte Supersamstag 2017 statt. Das Programm des Marketingvereins war abwechslungsreich. Trotz des schlechten Wetters kamen zwischenzeitlich bis zu 50 Zuschauer am ehemaligen Mensing-Brunnen vorbei. Drei Prämierungen vergab die Sparkasse im Rahmen der Aktion „Supersammler“. Dank von Unterstützern gesammelter Stempel erhielten die Naturfreunde eine Prämie von 500 Euro, die Ernst-Löchelt-Stiftung und die KG Batenbrock 2000 erhielten je 1000 Euro.

Für die nächste Runde des Supersamstags stellten sich mehrere Institutionen mit einem Projekt vor: das Barbaraheim, die Jugendfeuerwehr mit anschließender Übung, die Welheimer Löwen und die „JAG“ als Lehrer-Schüler-Band einschließlich einem Kurzkonzert. Auch das Gemeinschaftsprojekt der Awo für die Offene Ganztagsschule Konradschule, die Kneipp-Kita Sonne, Mond und Sterne und das Seniorenzentrum Haus Fuhlenbrock wurde präsentiert.

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