Stadtkirchentag

Posaunenchor schickt rockige Klänge durch die Martinskirche

„Brass and Beats“ schickte der ev. Posaunenchor Bottrop Altstadt anlässlich des ökumenischen Kirchentages in die Martinskirche. Es dauerte nicht lang, da Sprang der Funke über.

„Brass and Beats“ schickte der ev. Posaunenchor Bottrop Altstadt anlässlich des ökumenischen Kirchentages in die Martinskirche. Es dauerte nicht lang, da Sprang der Funke über.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.   Anlässlich des Bottroper Stadtkirchentags hieß es in der Martinskirche „Brass and Beats“. Das Konzert griff auf Klassiker der Rockmusik zurück.

Rockherz, was willst du mehr? Der evangelische Posaunenchor Altstadt-Bottrop überzeugte beim Brass- und Beats-Konzert in der Martinskirche. Zwar schwang keiner der Besucher seine langen Haare oder zeigte mit kleinem Finger und Zeigefinger die berühmte Pommesgabel. Der Auftritt am Donnerstagabend ging aber trotzdem vielen in Fleisch und Blut über.

Mehr als ein Jahr hatten die Musiker für das Programm und für den Auftritt geprobt. Schon am Vortag wurde eine spektakuläre Lichtinstallation installiert. Jedes Lied erhielt beim Konzert eine eigene Lichtchoreografie. „Dieses Kirchenkonzert wird wird auf jeden Fall rockig“, hatte Matthias Uphoff, Kantor der Martinskirche, in seiner Anmoderation prophezeit. Das 20-köpfige Orchester ließ seinen Worten Taten folgen.

Star-Wars-Melodie erklingt im Gotteshaus

In den meisten Fällen entscheidet die Liedauswahl über die Qualität eines Konzerts. Jedes der 13 Stücke war ein Hit. Zunächst ertönte die Titelmelodie der Star-Wars-Filmreihe durch das Gotteshaus. Danach folgte direkt die Titelmelodie der Filmreihe Indiana Jones. Bei Elton Johns „Crocodile Rock“, „Born to be wild“ von Steppenwolf und Stevie Wonders „Superstition“ bewegten die ersten Besucher ihre Lippen und sangen leise den Text mit.

Kopf und Oberkörper fühlten den Rhythmus. Auch die ersten wippenden Beine waren in den Kirchenbänken zu sehen. Spätestens beim Rockklassiker „Eye of the tiger“ geriet das Blut endgültig in Wallung.

Mit ihren Holz-, Blech- und Schlaginstrumenten zeigte das Ensemble, wie man handgemachte Rockmusik anders interpretieren kann. Der Funke sprang über.

Ballett der Arme zu YMCA

Als die ersten Klänge zu „YMCA“ von den Village People erklangen, wusste vermutlich jeder Besucher, was kommen wird. Die Rede ist von der bekannte Buchstaben-Choreografie. Also mit beiden Armen ein Y, M, C und ein A formen. Die Darbietung klappte bei manchen ziemlich gut und bei anderen weniger. Macht nichts, denn schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Dann wurde rhythmisch in die Hände geklatscht. Der Posaunenchor spielte „Smoke on the water“. Die dazugehörige Lichtchoreografie tauchte die Martinskirche abwechselnd in rotes, violettes und blaues Licht. Anstatt Weihrauch lag Nebel in der Luft. Während des Deep-Purple-Klassikers waberten nur leichte Schwaden umher. Das änderte sich bei Michael Jacksons „Thriller“. Die Nebelmaschine hinter dem Altar gab alles.

Der T-Shirt-Spruch sollte Recht behalten

Es folgte der„Earth Song”, ebenfalls von Michael Jackson. Danach „Satisfaction“ (Rolling Stones), „We will rock you”, „Bohemian Rhapsody” (beide Queen) und „Final Countdown” von der Hard-Rock-Band Europe.

Als krönenden Abschluss präsentierte der Posaunenchor eine Zugabe mit dem Stück „Hawaii Five-O“. „Blasmusik klingt so!“ stand auf dem T-Shirt von Chorleiter Peter van Klink. Das Kleidungsstück sollte Recht behalten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben