Religion

Pfarrei lädt zum Abendmahl in der Bottroper Fußgängerzone

    Der Tisch ist gedeckt und probehalber war er schon aufgebaut. Gründonnerstag sollen möglichst viele Menschen Platz nehmen.

    Der Tisch ist gedeckt und probehalber war er schon aufgebaut. Gründonnerstag sollen möglichst viele Menschen Platz nehmen.

Foto: St. Cyriakus

Bottrop.   In der Fußgängerzone baut St. Cyriakus Gründonnerstag einen Tisch auf. Am Tag des Letzten Abendmahls sollen sich neue Gemeinschaften bilden.

Zu einem Mahl auf der Straße lädt die Gemeinde St. Cyriakus am Gründonnerstag ein. Am Tag des letzten Abendmahles bauen Diakon Carsten Ossig und Gemeindereferentin Christiane Hartung einen Tisch in der Fußgängerzone auf und laden die Passanten ein, Platz zu nehmen. Dieser gedeckte Tisch steht am Donnerstag, 18. April, von 14 bis 16 Uhr vor der Cyriakuskirche und von 16.15 bis 18.30 Uhr auf der Gladbecker Straße, in der Nähe des Torbogens.

„Wir hatten die Idee, dass wir an so einem Tag einfach mal mit unserer Botschaft vor die Tür gehen müssen“, erklärt Christiane Hartung. Die Citypastoral von St. Cyriakus lädt deshalb Bottroper und Auswärtige ein, an dem Tisch Platz zu nehmen, zu essen und zu trinken. So entstehe eine Tischgemeinschaft mit Menschen, die sich hier ganz zufällig treffen und dabei über Gott und die Welt ins Gespräch kommen. „Letztlich ruft Jesus die Menschen am Tag des Letzten Abendmahls auf, eine Gemeinschaft zu bilden“, sagt Christiane Hartung.

Tafel vor der Kirche und auf der Gastromeile

Christen feiern am Abend des Gründonnerstags, dass Jesus seine Freunde eingeladen hat, mit ihm am Tisch Platz zu nehmen. Er hat mit ihnen geredet, gegessen und getrunken. Und er hat sie aufgefordert, sich immer wieder zu treffen, und so die Erinnerung an ihn und das letzte Abendmahl zu feiern.

Und so lädt die Propsteipfarrei St. Cyriakus am Gründonnerstag nicht nur zu feierlichen Gottesdiensten in ihre Kirchen ein, sondern auch zu diesem eher ungewöhnlichen spontanen Mahl auf der Straße. Denn Jesus hat auch versprochen: Immer dann, wenn zwei oder drei in meinen Namen versammelt sind, dann bin ich mitten unter ihnen. Deshalb habe man sich ganz bewusst entschieden, die Tafel am Nachmittag auf der Gastromeile und in unmittelbarer Nähe zum Feierabendmarkt aufzubauen, sagt Christiane Hartung.

Der Tisch bietet genügend Platz

Und so platzieren die Initiatoren am Donnerstag an den zwei Standorten in der City ihren Tapeziertisch und laden ein zu Saft, Wein, Trauben, Brot und Käse. Für jedermann sei ein Platz am Tisch frei, werben Christiane Hartung und Carsten Ossig. Der Tisch biete genügend Platz für eine Abendmahlsgesellschaft, ergänzt Christiane Hartung.

Eine Besonderheit haben sich die beiden auch noch ausgedacht. So sind auf dem Tisch auch die Plätze und Charaktereigenschaften der zwölf Apostel zu finden. „So kann sich jeder, der kommt, überlegen, an welchem Platz er sitzen möchte, ob bei Judas oder Simon Petrus“, sagt die Gemeindereferentin mit einem Augenzwinkern.

Beim Probeaufbau waren schon viele neugierig

Grundsätzlich aber freue man sich über jeden, der an den Tisch kommt. Probehalber habe man bereits einmal die Tafel vor der Kirche aufgebaut und viele Menschen seien neugierig stehen geblieben. Am Donnerstag. so hoffen Christiane Hartung und Carsten Ossig, werden sie sich auch hinsetzen. Sie freuen sich, möglichst viele Menschen begrüßen zu können und versprechen: „Auch für Sie ist ein Platz frei!“

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