Gesundheit

Palliativteam lindert Ängste und Schmerzen

Dr. Christian Zimmer leitet das Palliativteam am Marienhospital Bottrop. Er eröffnet mit seinem Vortrag das WAZ-Medizinforum am 21. September in dem Krankenhaus.

Foto: Thomas Gödde

Dr. Christian Zimmer leitet das Palliativteam am Marienhospital Bottrop. Er eröffnet mit seinem Vortrag das WAZ-Medizinforum am 21. September in dem Krankenhaus. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.  Durch die „Stationäre interdisziplinäre Palliativmedizin“ erhalten unheilbar Kranke Hilfe. Sie ist Thema des WAZ-Medizinforums im Marienhospital.

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Um die „Stationäre interdisziplinäre Palliativmedizin“ dreht sich das WAZ-Medizinforum am kommenden Donnerstag, 21. September, ab 18 Uhr im Marienhospital. Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet „palliare“ ummanteln. Das Palliativteam im Krankenhaus kümmert sich mit vereinten Fachkräften um unheilbar erkrankte Patienten, sorgt für die Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Luftnot, Übelkeit oder Angst.

Dr. Christian Zimmer, leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Krankenhaus, leitet auch das dortige Palliativteam. Der Experte eröffnet mit seinem Vortrag das WAZ-Medizinforum. Er wird sein Team vorstellen, das aus speziell ausgebildeten Medizinern und Pflegekräften, Physiotherapeuten, Sozialarbeiterinnen, Seelsorgern besteht. Außerdem gibt Dr. Zimmer eine Einführung in die Palliativmedizin.

Die bestmögliche Lebensqualität erreichen

Wichtig ist ihm, dass die Patienten, die beispielsweise an einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung leiden, sich in dieser Situation noch geborgen fühlen können. „Und nicht abgestempelt als jemand, für den man nichts mehr tun kann.“

Ein wichtiger Faktor bei der Behandlung, durch die für den jeweiligen Patienten die bestmögliche Lebensqualität erreicht werden soll, sind Medikamente. Mit ihnen können Symptome wie Schmerzen, Übelkeit, Luftnot, Depressionen gelindert werden. Bei Ängsten sind zudem Gespräche von großer Bedeutung. „Der spirituelle und familiäre Bereich spielt eine große Rolle“, weiß Zimmer. Grundsätzlich ziele die stationäre Behandlung darauf, eine Verbesserung für den Patienten zu erreichen, so dass er möglichst in die ambulante Versorgung entlassen werden kann.

Ambulantes Palliativnetz

Für die Weiterbehandlung zu Hause oder in einer Einrichtung ist eine Zusammenarbeit mit ambulanten Fachleuten wichtig. Über die „Einbindung der stationären Palliativmedizin in die ambulanten Palliativnetze Bottrop und Marl-Dorsten-Herten“ wird Dr. Thomas Meis beim WAZ-Medizinforum sprechen. Der Anästhesist am Marienhospital und Palliativmediziner ist selbst Mitglied im Bottroper Netzwerk PKD (Palliativmedizinischer Konsiliardienst).

Die dritte Referentin, Martina Pachollek, gehört ebenfalls zum Palliativteam am Marienhospital. Sie wird über die „Physiotherapeutische Behandlung in der Palliativmedizin informieren. Und Case- Managerin Dorothea Nagel-Liebert schließlich widmet sich dem Übergang vom Krankenhaus nach Hause bzw. in eine Einrichtung.

Zum Abschluss haben die Referenten dann ein offenes Ohr für die Fragen aus dem Publikum.

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