Unser Hinterhof

Nordsee-Urlaub hinter dem Haus

Ralf und Tanja Brüninghoff machen es sich vor ihrer persönlichen Dünenlandschaft gemütlich. Für sie kommt hier das Urlaubsgefühl auf.

Ralf und Tanja Brüninghoff machen es sich vor ihrer persönlichen Dünenlandschaft gemütlich. Für sie kommt hier das Urlaubsgefühl auf.

Foto: FUNKE FotoServices

Bottrop.   Familie Brüninghoff verlegt ihre Reise auf das eigene Grundstück. Anderthalb Jahre haben sie das Gelände saniert. Eine idyllische Kulisse ist entstanden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Gemütliche Stühle sind vor der idyllischen Nordseekulisse aufgebaut, das Meer schlägt Wellen und eine Möwe fliegt hoch am Himmel. Eine rot-weiße Leuchtturm-Statue zeigt Besuchern den Weg zur Sitzecke am heimischen Strand: Wenn Tanja und Ralf Brüninghoff Urlaub machen, dann auch mal auf dem eigenen Grundstück – genauer gesagt, auf ihrem Hinterhof.

Figuren begrüßen Besucher

Die Tür führt zum persönlichen Erholungsparadies: Rote Pflastersteine zieren den Pfad zur großen Rasenfläche, auf der ein hölzerner Strandkorb für Erholungsmomente bereitsteht. An den Ecken schießen bunte Pflanzen wie Petunien, Hortensien oder Wandelröschen aus Blumentöpfen empor. Schrille Figuren – größtenteils Mitbringsel von den unzähligen Nordseereisen – begrüßen die Urlauber.

Ein Vogelbeobachter mit einem Fernglas hält Ausschau, eine Holzhexe lacht verwegen und ein bunter Specht geht seinem Tagwerk nach. „Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden“, steht in goldenen Buchstaben auf einem der Blumengestecke. Ein Motto, das Familie Brüninghoff in ihrem Familiendomizil gerne pflegt.

„Wir haben unsere freie Woche einfach in unserem Hof genossen“, unterstreicht Tanja Brüninghoff. Der 45-Jährigen sind Ruhephasen in ihrer Ferienzeit wichtig: „Es hieß, einfach die Wohlfühlsachen an, Kaffee trinken und Pflanzen pflegen. Das ist sehr schön, wenn man ansonsten voll berufstätig ist und wenig Freizeit hat.“

Zwei Holzhütten, in denen derzeit Gartenwerkzeuge wie Harken oder Schaufeln lagern, weisen den Weg zur versteckten Dünenlandschaft, in der das Paar im Sommer ausspannt. „Ein Streetworker der Stadt Bottrop hat uns das wunderbare Bild an die Wand gesprüht. Es sorgt dafür, dass wir hier unseren Alltagsstress vergessen können.“

Vor einem der hölzernen Bauten steht ein kleines Gartenmännlein, das beide Arme ausstreckt. Die ulkige Figur aus Metallrohren trägt ein Pflanzenbüschel auf dem sonst kahlen Kopf. Ralf Brüninghoff erzählt stolz: „Die Figur hat zwar nichts mit dem Thema Nordsee zu tun, aber unser Sohn Jan hat sie für uns gemacht.“ Ohne die Begrünung sähe der Zwerg ein wenig nackt aus, ihm würde etwas fehlen – der Haarschopf musste her.

Dass der 48-Jährige ein Auge für das Detail hat, sieht jeder, der den Hinterhof betritt. „Wir wohnen erst seit anderthalb Jahren hier und haben seitdem einiges neu gestaltet. Eine Komplettsanierung musste her“, so Brüninghoff. Von dem alten Gelände sind mittlerweile nur noch Fotos übrig. Sie lassen erkennen: Die roten Pflastersteine bedeckten Unkraut und Moos. Auf der Rasenfläche breiteten sich Kornhalme aus. Die gepflanzten Apfelbäume, die nun neben dem Strandkorb emporschießen, gab es noch nicht. Die Dame des Hauses betont: „Nur die Laterne und eine Hütte haben wir übernommen“

Für die Zukunft wünscht sich Tanja Brüninghoff ein altes Postfahrrad. „Ich möchte es mit Blumen schmücken, wie an der Nordsee in manchen Gärten üblich.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben