Gewerbeflächen

Neustart auf der Mengede-Fläche

So sieht es derzeit rund um den Firmensitz von Marcus Taubitz aus. Er ist als erster auf das ehemalige Mengede-Gelände auf dem Eigen gezogen.

So sieht es derzeit rund um den Firmensitz von Marcus Taubitz aus. Er ist als erster auf das ehemalige Mengede-Gelände auf dem Eigen gezogen.

Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Mit dem Baumaschinen-Händler Taubitz eröffnet der erste Betrieb auf dem Gelände der ehemaligen Fleischfabrik. Sechs Jahre nach deren Insolvenz.

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Nebenan wird noch gebaut, ein Bauunternehmer wird hier einziehen, das steht schon fest. Doch bisher ist Marcus Taubitz der einzige Unternehmer, der seinen Betrieb auf dem ehemaligen Mengede-Gelände an der Schubertstraße hat. Am Freitag feierte der Baumaschinenverleih und -verkauf seine Eröffnung. Lange hatte der Bottroper nach einer geeigneten Stelle für seinen neuen Firmensitz in der Stadt gesucht. „Drei Jahre hat es gedauert, bis ich hier fündig geworden bin.“ Das Problem mit den fehlenden Gewerbeflächen – Taubitz hat es selbst erfahren. Allein in Richtung Kirchhellen hätte es noch Bereiche gegeben, „doch das ist mir zu weit draußen“.

Vor diesem Hintergrund sei das Mengede-Gelände ideal, sagt der Geschäftsführer. Die Lage sei zentral und sein Unternehmen werde gut wahrgenommen. Das sei für ihn und für seine Branche wichtig. Der Firmensitz müsse auch ein wenig repräsentativ sein. Das war auch mit ein Grund, warum er von der Industriestraße zur Schubertstraße gezogen sei. Außerdem wurde der alte Standort zu klein, auf dem Mengede-Gelände hat er nun Platz auf 3000 Quadratmetern.

Vier Mitarbeiter beschäftigt er derzeit, will aber weitere einstellen. Vor allem Monteure sucht der Firmenchef, denn zuletzt sei der Verkaufsbereich gewachsen, weil er sein Produktsortiment erweitert hat. „Und wenn dann mal was ist, brauchen wir Monteure, die auf den Baustellen die Maschinen reparieren.“ Doch Baumaschinenmechaniker seien derzeit nicht leicht zu finden.

Absage an Wohnen auf der Fläche

Weite Teile des Mengede-Geländes liegen derzeit noch brach. Neben dem Bauunternehmer wird wohl noch ein Küchenhändler sein Lager auf dem Gelände aufbauen, ein weiteres Teilstück der Fläche soll an einen Estrichbetrieb verkauft worden sein.

Nach der Insolvenz der ehemaligen Fleischfabrik war lange Zeit unklar, was auf der Gewerbefläche geschehen soll. So gab es wohl auch das Ansinnen, auf der Fläche Wohnbebauung zuzulassen. Das wäre für die Eigentümer lukrativ gewesen. Dem Plan jedoch hat der Rat angesichts des Mangels an verfügbaren Gewerbeflächen sofort eine Absage erteilt.

Geschäft wächst

Taubitz jedenfalls ist froh, dass er nun endlich einziehen kann, in seine neue Firmenzentrale, zumal sein Unternehmen weiter wächst: zuletzt vor allem der Bereich Verkauf. Trotz allem aber mache die Vermietung der Maschinen rund 75 Prozent des Geschäfts aus. Denn auch immer mehr Unternehmen aus der Baubranche verzichteten auf einen eigenen Maschinenpark und nutzten stattdessen flexible Mietgeräte. Hinzu kämen Privatleute, die etwa einen Bagger für die Umgestaltung ihres Gartens oder das Ausheben von Teich oder Pool benötigen.

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