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Neue Studie macht andere Rechnung fürs zweite Rathaus auf

Wo soll das zweite Rathaus stehen? Ein neues Gutachten prüft die Standorte Saalbau-Gelände und RAG-Gebäude.

Foto: Heinrich Jung

Wo soll das zweite Rathaus stehen? Ein neues Gutachten prüft die Standorte Saalbau-Gelände und RAG-Gebäude. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Neubau auf dem Saalbau-Gelände oder Kauf des RAG-Gebäudes? Ein zweites Gutachten berechnet Kosten für den Einzug von mehr Ämtern ins Rathaus II.

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Die Dienststellen der Verwaltung sollen nicht länger über die Stadt verteilt bleiben. Das hat der Rat so entschieden. Wo die Bürger aber in Zukunft die Verwaltungsmitarbeiter finden werden, die jetzt noch in ausgelagerten Büros arbeiten, ist weiterhin umstritten. Zieht das Rathaus II nun in einen Neubau auf dem städtischen Saalbau-Gelände am Droste-Hülshoff-Platz oder doch in das RAG-Gebäude am Gleiwitzer Platz ein? Ein neues Gutachten soll abschließend Klarheit bringen. Im Frühjahr 2018 bekommt es der Rat auf den Tisch.

Dabei nimmt das große Rechnen um das Rathaus II eine völlig neue Wendung. Riet die Gemeindeprüfungsanstalt der Stadt vor Monaten noch zu einem Neubau am Droste-Hülshoff-Platz neben dem Rathaus, weil dies am günstigsten sei und das komplette RAG-Gebäude, das die Stadt dann kaufen müsste, viel zu groß wäre, so könnte sich der Bau am Gleiwitzer Platz mittlerweile sogar als zu klein erweisen.

Mietverträge verlängert

Denn bei der ersten Expertise hatte die Stadt den Prüfern den Auftrag erteilt, bei ihren Berechnungen eine Reihe städtischer Dienstsitze außen vor zu lassen. Die Verwaltung hatte sogar Mietverträge für das Sozialamt an der Passstraße vorzeitig bis ins Jahr 2030 verlängert. Das sorgte hinter den Kulissen für großen Ärger. Allen voran die SPD stellte sehr kritische Fragen. So wären neben dem Sozialamt zum Beispiel auch das Gesundheitsamt an der Gladbecker Straße, das Umweltamt an der Braker-straße oder das Ressort für Recht und Ordnung an der Böckenhoffstraße nicht in das zweite Rathaus eingezogen.

Das neue Gutachten prüft jetzt auch die Unterbringung dieser und weiterer Ämter entweder im RAG-Bau oder in einem Neubau neben dem Rathaus. Konkret durchrechnen werden die Experten auch, ob ein Anbau am RAG-Gebäude oder beim Kauf des RAG-Baus ein kleinerer Anbau am Rathaus nötig wird, falls die Stadt mehr Platz für weitere Dienststellen braucht.

Stadt spart so oder so

Vor allem die SPD begrüßt das neue Gutachten. „Wir haben jetzt ein wesentlich besseres Gefühl. Wir sind froh, dass wir eine viel detailreichere Grundlage bekommen werden, denn das wird eine vertrackte Entscheidung“, sagte SPD-Fraktionschef Thomas Göddertz. Dabei steht anhand des ersten Gutachtens auch jetzt auf jeden Fall schon fest, dass die Stadt durch die Zentralisierung ihrer Dienststellen so oder so Hundertausende im Jahr sparen kann.

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