Bergbauampeln

Neue Spendenaktion für Püttampeln in Bottrop läuft gut an

Sie sammeln Spenden für Bergmannsleuchten: Manfred Plümpe, Roland Peukert und Michael Gerber (von links).

Sie sammeln Spenden für Bergmannsleuchten: Manfred Plümpe, Roland Peukert und Michael Gerber (von links).

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die erste Sammlung von Kleinspenden für neue Bergmannsampeln in Bottrop kommt gut an. Am Markttag hatten Spender jede Menge Kleingeld übrig.

Die erste Sammlung von Kleinspenden für neue Bergmannsampeln läuft gut an. Bei einer spontanen Spendenaktion am Markttag auf dem Eigener Markt haben die Helfer um Ideengeber Roland Peukert mehr als 160 Euro zusammenbekommen. „Der große Zuspruch zum Auftakt hat uns positiv überrascht. Das ist für die erste Sammlung schon eine ziemlich stolze Summe, und das zeigt vor allem, dass die Aktion in der Eigener Bevölkerung auf große Sympathie stößt“, sagte Mitorganisator Michael Gerber.

Der Eigener Roland Peukert hatte die Spendensammlung ins Leben gerufen, damit bald auch in den vier Fußgängerampeln am Eigener Markt Bergmannsfiguren aufleuchten können. Denn der Ortsteil sei schon allein wegen der vor langer Zeit geschlossenen Zeche Rheinbaben stark von Bergbau geprägt, begründete er seine Aktion. Peukert ist kein Unbekannter auf dem Eigen und darüber hinaus. So erklärt er sich auch die Resonanz auf seine Spendensammlung. „Ich bin ja als Musiker noch recht bekannt in der Stadt“, meint er. Roland Peukert war einer der Mitgründer des legendären Bottroper Diamant-Quartettes gewesen, und es hat Zeiten gegeben, da war ganz Bottrop im Diamantenfieber: Es gab kaum eine Vereinsfete oder Familienfeier, bei der die Tanzkapelle nicht Musik machte.

Spendenaufruf kommt bei vielen Bürgern gut an

Der Musiker findet mit seinem Aufruf, selbst 50 Cent reichten als Spende für die leuchtenden Bergmännchen aus, bei den Leuten auf offene Ohren. „Es sind viele kleinen Spenden dabei gewesen, doch es ist auch der eine oder andere Geldschein ins Sparschwein gesteckt worden“, zieht Helfer Michael Geber nach der ersten Sammlung auf dem Eigener Wochenmarkt ein erstes Zwischenfazit. „Wir finden es gerade gut, dass der erneute Anstoß für mehr Bergbau-Ampeln aus der Bevölkerung kommt und bei den Bürger so gut ankommt“, betont der DKP-Ratsherr.

Dass in der Verwaltung noch niemand so recht wisse, wie mit der Sammlung von Kleinspenden umzugehen ist, lasse sich bestimmt klären. „Mit etwas gutem Willen wird es da Lösungen geben“, hofft der Ratsherr. Er kündigte an, dass die DKP nach der Sommerpause in der Bezirksvertretung Mitte auch ganz formal einen Antrag zur Umrüstung der Ampeln am Eigener Markt zu Bergbauampeln zu stellen. „Falls es am Eigener Markt tatsächlich technisch nicht funktionieren kann, wählen wir eben andere Ampeln auf dem Eigen aus, bei denen es klappt“, sagte Michael Gerber.

Helfer sammeln auch am nächsten Eigener Markttag

Der Ratsherr bekräftigt, dass seine Partei die Spenden aufstocken werde, falls nicht genug Geld für die Ausstattung der Ampeln mit den Bergmannsfiguren zusammenkommen sollte. Nach dem erfolgreichen Beginn der Spendenaktion hat Michael Gerber aber ohnehin kaum Zweifel, dass das Geld am Ende nicht reichen sollte. „Wir sammeln jetzt auf jeden Fall weiter, sowohl auf dem Markt und als auch in Geschäften auf dem Eigen“, kündigt Roland Peukert an. Falls die Sammlung sogar mehr Spendengelder ergibt, als für die vier Ampeln nötig sind, versichert DKP-Ratsherr Gerber: „Dann stocken wir die Summe eben so weit auf, dass es für eine weitere Ampel reicht“.

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