Stadtteilprojekt

Neue Quartiersmanagerin im Fuhlenbrock will Kümmererin sein

Susanne Bludau, Thomas Zarske, Verena Weber, Dedor Nassowitz und Dorothee Lauter (v.l.) schleppen die Teile für ein Hochbeet, das in Kürze auf dem Altenheimgelände angelegt werden soll.

Foto: Thomas Gödde

Susanne Bludau, Thomas Zarske, Verena Weber, Dedor Nassowitz und Dorothee Lauter (v.l.) schleppen die Teile für ein Hochbeet, das in Kürze auf dem Altenheimgelände angelegt werden soll. Foto: Thomas Gödde

Bottrop.   Awo stellt Susanne Bludau als neue Quartiersmanagerin vor. Sie ist Ansprechpartnerin für die Menschen über 60 im Stadtteil.

„Die Leute standen schon da und haben auf mich gewartet“, strahlt Susanne Bludau, die neue Quartiersmanagerin im Fuhlenbrock. Seit Februar arbeitet sie bei der Awo im Seniorenzentrum Herderstraße, ist „Kümmererin“ und Ansprechpartnerin für alle älteren Menschen im Stadtteil. Am Montag wurde sie offiziell vorgestellt.

„Wir wollen die Seniorenheime zum Quartier hin öffnen“, betonte Thomas Zsarske, Awo-Regionalleiter, Bereich Wohnen und Leben im Bezirk Westliches Westfalen, bei der Vorstellung der nunmehr fünften Awo-Quartiersmanagerin im Bezirk. Die Seniorenzentren wollen Bewohnern des Stadtteils Räume für Begegnungen zur Verfügung stellen und sich auch mehr für Kitas und Schulen öffnen. In der Nachbarstadt Gelsenkirchen soll eine Kita sogar Räume in einem Seniorenzentrum beziehen. „Es können alle davon profitieren, wenn wir generationsübergreifend arbeiten“, sagt Zsarske.

Seniorenzentrum wird 20 Jahre alt

Die Öffnung nach außen ist auch der Wunsch von Dedor Nassowitz, Leiter des Seniorenzentrums Fuhlenbrock, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert. Die Einrichtung habe sich schon als Ort der Begegnung für den Stadtteil etabliert, das soll nun noch verstärkt werden.

Schon länger ist die Awo Teil einer Steuerungsgruppe im Fuhlenbrock, die bereits im Herbst 2016 die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner abgefragt hat. „Das ist jetzt alles in unseren Förderantrag eingeflossen“, betont Verena Weber, zuständige Projektleiterin im Awo-Bezirk Westliches Westfalen. Zu 80 Prozent wird die Stelle der Quartiersmanagerin für drei Jahre von der Fernsehlotterie bezuschusst, 20 Prozent muss die Awo aufbringen.

Ansprechpartnerin im Quartier

Auf Susanne Bludau gewartet haben auch die Akteure des Zukunftsstadtprojektes, bei dem der Fuhlenbrock ein Teil werden soll. „Wir brauchen einen Ansprechpartner im Quartier“, sagt die Koordinatorin Dorothee Lauter, nämlich Susanne Bludau als neue und insgesamt zehnte Quartiersmanagerin in Bottrop. Erstes gemeinsames Projekt ist ein Mitmachfest, das im Mai auf dem Fuhlenbrocker Markt gefeiert werden soll.

Susanne Bludau wird sich aber ebenso um die Sorgen und Belange der älteren Bewohner des Stadtteils kümmern. Ihr Ziel ist, die Strukturen für Menschen über 60 Jahren zu stärken und zu verbessern. Eines der ersten geplante Projekte ist der Bau eines Hochbeets, auch eine Geschichtswerkstatt Fuhlenbrock soll gegründet werden. Ein Ideencafé gibt es bereits, ein Reparaturcafé könnte entstehen.

Susanne Bludau ist im Seniorenzentrum Herderstraße 8 unter Tel. 5653-364 zu erreichen.

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