Bottrop.

Neue Brücke führt zum Kreuzweg

Bergwerksdirektor Jürgen Kroker, Betriebsratsvorsitzender Sandro Atzori und Detlef van Bernum vom Tagesbetrieb eröffnen die neue Brücke.

Foto: Lutz von Staegmann

Bergwerksdirektor Jürgen Kroker, Betriebsratsvorsitzender Sandro Atzori und Detlef van Bernum vom Tagesbetrieb eröffnen die neue Brücke. Foto: Lutz von Staegmann

Bottrop.   Bergwerk schuf Ersatz für die marode Holzbrücke. Hinter den Kulissen läuft die Planung für die Zeit nach 2018. Verein soll den Kreuzweg tragen.

Spaziergänger, Radfahrer und Pilger können aufatmen, die Zeit der Umwege an der Halde Haniel ist vorbei. Die neue Kreuzwegbrücke ist nun auch offiziell eröffnet. Schon seit einigen Wochen war sie offen und die Passanten konnten auf diesem Wege wieder die Fahrwege des Bergwerks passieren.

Die alte Holzbrücke war von einem Pilz befallen und nicht mehr zu retten. Das war im vergangenen Jahr bei Kontrollen im Vorfeld des Kreuzwegs aufgefallen. Die Brücke musste gesperrt und schließlich abgerissen werden. Die Grundkonstruktion der neuen Brücke ist aus Metall, sie spannt sich wieder im Bogen über die darunter verlaufende Straße.

Bergwerk braucht die Durchfahrtshöhe

„Das ist einfach so notwendig, weil wir die Durchfahrtshöhe brauchen“, erklärt Bergwerkssprecher Michael Sagenschneider. Etwa 7,8 Tonnen wiegt die Stahlkonstruktion, hinzu kommen die Hartholzplanken, über die die Fußgänger laufen. Aufgesetzt wurde sie auf die bestehenden Betonfundamente, so dass zumindest in dem Bereich keine zusätzlichen Arbeiten nötig waren.

Damit ist der Kreuzweg wieder ohne größere Probleme passierbar. Doch das ist längst nicht alles. Im Hintergrund wird derzeit überlegt, wie der Kreuzweg zukunftssicher aufgestellt werden kann. Letztmals organisiert das Bergwerk in diesem Jahr an Karfreitag die Veranstaltung und wird im Vorfeld auch die Stationen kontrollieren und bei Bedarf auf Vordermann bringen.

RAG-Stiftung will Kreuzweg auch künftig unterstützen

Doch 2019 wird das nicht mehr möglich sein. Derzeit gibt es Bestrebungen, einen Verein zu gründen, der sich dann um Erhalt und Veranstaltung des Kreuzwegs kümmert. „Da laufen Gespräche im Bistum“, sagt Sagenschneider. Und auch die RAG-Stiftung habe ja bereits Unterstützung zugesagt.

Der Oberhausener Hermann-Joseph Schepers von der KAB im Bistum ist Mitglied der Kreuzweg Ehrengarde. Ihm liegt viel daran, dass die Vereinsgründung gelingt, damit der Verein dann auch gegenüber der RAG-Stiftung auftreten kann.

Nach Ostern soll der Verein gegründet werden

Bistumssprecher Ulrich Lota verweist auf Bischof Franz-Josef Overbeck, der ja regelmäßig auf die Bedeutung des Kreuzwegs für das Ruhrbistum hinweist. Es sei schwer, in einem noch verhältnismäßig jungem Bistum Traditionen zu etablieren, und mit dem Kreuzweg auf der Halde Haniel sei so etwas gelungen. Von daher, so Lota, habe auch das Bistum großes Interesse: „Wir hoffen, das Ganze vor Ostern konkretisieren zu können und nach Ostern den Verein zu gründen.“

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