Jugendarbeit

Neue Anlagen bringen Bewegung auf den Hof des Schulzentrums

Franziska Valentin, Franziska Bimmler und Aline Heitz vom Team des Jugendklosters testen die neue Boulder-Anlage auf dem Hof des Schulzentrums.(

Franziska Valentin, Franziska Bimmler und Aline Heitz vom Team des Jugendklosters testen die neue Boulder-Anlage auf dem Hof des Schulzentrums.(

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Kirchhellen.  Und wieder mal stemmt das Dorf eine Mannschaftsleistung. Der Schulhof am Schulzentrum präsentiert sich neu und bewegungsfreundlich aufgestellt.

Die Schülerinnen und Schüler des Vestischen und der Sekundarschule haben neue Bewegungsmöglichkeiten auf dem Schulhof, aber auch gesellige Rückzugsräume und ein Freiluft-Klassenzimmer. Die neue Möblierung im Wert von 100.000 Euro ist Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung des Vereins Philipp Neri, der Bezirksvertretung, des Fördervereins des Gymnasiums, der Volksbank, vieler Einzelspender, der Stadt und, so viel Zeit muss sein, der zum Schuljahresende ausgelaufenen Hauptschule.

Die ganze Aktion begann vor gut drei Jahren in einem Büro am Kirchhellener Ring, dem von Bezirksbürgermeister Ludger Schnieder, berichtet der: „Damals kamen Schüler in meine Sprechstunde mit der Frage, ob wir nicht etwas für die Schulhofgestaltung tun könnten.“ Der war spätestens seit dem Einzug der Sekundarschule nicht wirklich groß, nicht wirklich übersichtlich und, sagen wir: überschaubar ausgestattet.

„Bringt uns Ideen“

Schnieder versprach die Bitte weiterzuleiten, schickte die Schüler aber gleichzeitig mit einem Auftrag los: „Bringt uns Ideen“. Schnell war der Verein Philipp Neri interessiert für das Projekt, das perfekt zu dessen Förderziel passt. „Uns ist gelegen an Orten, an denen sich Kinder und Jugendliche treffen“, sagt der Vereinsvorsitzende Andreas Hautkappe. Sein Vertreter Michael Schlagheck ergänzt: „Im Idealfall wird der Schulhof auch nach der Schule als Treffpunkt genutzt.“

Lasst Euch was einfallen, was Ihr haben wollt: Diese Aufforderung haben sie ernst genommen in der Hauptschule, der Sekundarschule und im Vestischen. In Workshops wurden Ideen entwickelt, verfeinert und verworfen. Mit der Einbindung der künftigen Nutzer, lobt Oberbürgermeister Bernd Tischler, sei ein Fehler vermieden worden, den auch die Bottroper Planer oft gemacht hätten. „Wir haben im Rathaus gesessen und geplant - und später haben wir uns darüber gewundert, dass unsere Zielgruppe das neue Angebot nicht angenommen hat.“

„Geht gut damit um“

Wir sind gefragt worden: Das hat für die neuen Nutzer den Unterschied gemacht. Sekundarschüler-Sprecher Marten Theile lobt die Angebote für alle Altersgruppen; seine Kollegin Anna Güdding die „visuell sehr ansprechende Gestaltung“. Fürs Vestische sagt Schülersprecher Hunter Hoffmann: „Wir wurden gefragt. Das ist auch ein Zeichen der Wertschätzung.“ Hoffentlich gilt das auch für den Umgang mit den neuen Anlagen, sagt Schnieder und mahnt: „Geht gut damit um.“

Das passiert, versichern die beiden Schulleiter Stefan Völlmert (Sekundarschule) und Guido von St. George. Die neuen Anlagen würden während und nach der Schule gut angenommen. Das Freiluft-Klassenzimmer habe er für die Präsentation absperren lassen, sagt Völlmert: „Sonst hätten wir darauf keinen Platz mehr bekommen.“

Eine Boulder-Anlage auf dem kleinen Hof für die Fünft- und Sechstklässler, überdimensionale Sitzgruppen vor dem Vestische-Pavillon, anspruchsvolleres Balanciergerät für die Größeren, dazu einiges neu sortiert auf dem Schulhof: „Wir sind eigentlich fast fertig“, sagt Schlagheck. Was noch fehlt, muss die Stadt liefern: ein Streetballfeld mit Markierungen und tauglichem Untergrund. Dann kann nachgeholt werden, was eigentlich zur Einweihung geplant war: ein Match Vestisches versus Sekundarschule.

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