Halde Haniel

Nach Vandalismus: Kreuzweg-Stationen werden instand gesetzt

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Schon im vergangenen Jahr fiel die zentrale Karfreitagsprozession auf der Halde Haniel wegen Corona aus. Dennoch pilgerten viele Gläubige zum Kreuz hinauf.

Schon im vergangenen Jahr fiel die zentrale Karfreitagsprozession auf der Halde Haniel wegen Corona aus. Dennoch pilgerten viele Gläubige zum Kreuz hinauf.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Stationen auf der Halde Haniel in Bottrop werden von benachbarten Handwerksbetrieben repariert. Karfreitagsprozession findet aber nicht statt.

Die starke Zerstörung durch Vandalismus sowie zusätzlich witterungsbedingte Schäden haben in den vergangenen Monaten erneut dazu geführt, dass einige Stationen des Kreuzweges auf der Halde Haniel komplett instandgesetzt werden müssen. Das teilt ein Sprecher des Bistums Essen mit. Die traditionelle Karfreitagsprozession auf der Halde wird coronabedingt aber auch in diesem Jahr ausfallen müssen.

Ein Teil der Kreuzweg-Stationen sei bereits kurzfristig abgebaut worden, weitere folgen nun. Der Halden-Kreuzweg steht in enger Verbindung mit dem Steinkohlenbergbau, die Stationen sind als symbolische Doppelbockgerüste gestaltet. Geräte aus dem Bergbau – wie ein mit Kohle gefüllter Tonnenwagen – ergänzen die Stationen.

Verein verurteilt mutwillige Beschädigungen der Kunstwerke

Trotz regelmäßiger Begehungen durch den Verein „Karfreitagskreuzweg auf der Halde e. V.“ konnte dem wiederkehrenden Vandalismus kein Einhalt geboten werden, heißt es: „Mehrere der aus Holz gefertigten und mit Reliefplatten aus Kupfer versehenen Doppelbockgerüste wurden mutwillig abgebrochen und Bergbaugeräte erneut mit Farbe besprüht.“

Um die Stationen insbesondere für Karfreitag wiederherzustellen, werden die abgebauten Elemente nun von Handwerksbetrieben aus dem direkten Umfeld der Halde Haniel instandgesetzt. Die erforderlichen Strahl- und Lackierarbeiten an den Bergbaugeräten werden, bei besserer Witterung, im Frühjahr vor Ort durchgeführt.

Virtuelle Begehung des Kreuzweges ist in Planung

Der Verein sieht es als seine Verpflichtung an, sich neben der Organisation des Kreuzweges an Karfreitag auch um die Beseitigung der entstandenen Schäden zu kümmern. Er bedauert und verurteilt die wiederkehrende mutwillige Beschädigung der Kunstwerke sehr. Hauptförderer des Vereins ist seit 2019 die RAG-Stiftung. Dieser arbeitet aufgrund der Corona-Krise zurzeit intensiv daran, eine virtuelle Begehung des Kreuzweges möglich zu machen. Nähere Informationen dazu sollen rechtzeitig bekannt gegeben werden.

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