Kriminalität

Nach Automatensprengung: Deutsche Bank prüft den Standort

Die Automatenfiliale der Deutschen Bank an der Hauptstraße ist provisorisch gesichert und derzeit geschlossen.

Die Automatenfiliale der Deutschen Bank an der Hauptstraße ist provisorisch gesichert und derzeit geschlossen.

Foto: Kai Süselbeck

Kirchhellen .  Nach der Sprengung des Geldautomaten an der Hauptstraße prüft die Deutsche Bank die Zukunft des Standortes. Das Ergebnis sei offen.

Nach der Geldautomatensprengung an der Hauptstraße in der Nacht zum 23. August ist die Automatenfiliale der Deutschen Bank „vorübergehend geschlossen“. Wie es mit dem Standort weiter geht, sei derzeit Gegenstand einer „schnellstmöglichen Prüfung“, sagte ein Sprecher der Deutschen Bank in Frankfurt auf Anfrage.

Vermutlich drei Täter hatten am 23. August um 0.35 Uhr Gas in den Geldautomaten in der Filiale der Deutschen Bank eingeleitet und ihn so gesprengt. Mit ihrer Beute in weiter ungenannter Höhe waren sie Richtung A 31 geflüchtet. „Wir gehen davon aus, dass die Täter zu der überörtlichen Gruppierung gehören, gegen die auch das Landeskriminalamt ermittelt“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst.

122 Festnahmen seit 2015

Seite Ende 2015 ermittelt im Landeskriminalamt die „EK Heat“ gegen eine 300 bis 400 Personen starke kriminelle Bande aus marokkanisch-niederländischen Tätern im Alter von 18 bis 35 Jahren. Seither war die Ermittlungskommission beteiligt an der Festnahme von 122 Tatverdächtigen. So wurden im November 2018 zwei Holländer mit marokkanischen Wurzeln zu jeweils mehr als vier Jahren Haft verurteilt, weil sie im August 2017 versucht hatten, den Automaten an der Hauptstraße zu sprengen.

Trotz dieser Fahndungserfolge steigt die Zahl der Fälle weiter an: Allein im ersten Halbjahr 2020 registrierte die Polizei 106 Sprengungen, davon 62 erfolglose Versuche.

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