Musik

Musikalische Erfolgsgeschichte seit 23 Jahren

Der Förderverein der Musikschule hatte zur Orchestergala in den Lichthof der Berufsschule ein geladen. Im Bild: das Flöten - und Gitarrenorchester unter der Leitung von Christina Hanisch.

Der Förderverein der Musikschule hatte zur Orchestergala in den Lichthof der Berufsschule ein geladen. Im Bild: das Flöten - und Gitarrenorchester unter der Leitung von Christina Hanisch.

Foto: WAZ FotoPool

Bottrop.  Fast dreieinhalb Stunden Musik – quer durch die Epochen von der Renaissance bis zum Musical-Medley im 20. Jahrhundert, vom höfischen Tanz bis zur „groovigen“ Suite unserer Tage: die Musikschul-Gala im fast ausverkauften Lichthof meinte es gut mit dem Publikum und mit den rund 200 Akteuren des Instituts, das seit 23 Jahren existiert und eine Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Ingo Brzoska und Jürgen Slak hatten mit einem Dutzend Ensembles ein Programm erstellt, bei dem für fast jeden Geschmack etwas dabei war. Demonstriert wurde jedenfalls mit diesem Auf- und Angebot, welch’ vitales Element die Städtische Musikschule, unterstützt von einem rührigen Förderverein, im regionalen Kulturpanorama darstellt

Monatelange Vorbereitung

Blockflötengruppen und All-Woman-Chor, Gitarren-Team und Saxophon-Formation, Kinder- und Jugendchor sowie das in die Schule integrierte Zupforchester Kirchhellen, Querflöten-Riege und Streichorchester u.a. reihten einen gelungenen Auftritt an den anderen. Die Dozenten-Garde (Hanisch, Trenk, Miosga, Schmalbrock, Miketta, Bigalke, Bunck, Ansorge sowie Brzoska und Slak u.a.) hatte sich monatelang auf diese Musikparade vorbereitet. Und das Ergebnis mit den überwiegend jungen Talenten konnte sich in jeder Beziehung hören lassen.

Mozart und Lloyd-Webber, Scheidt und Boismortier, Sarasate und Ott, aber auch „Mister Bond“ (Filmtitel) und Queen gaben sich ein Stelldichein mit musikalischen Ohrwürmern und populären Klängen. Das Spannende und wiederum auch Typische für ein Musikschulkonzert: die programmatischen Kontraste zwischen den Instrumenten- und Vokalgruppen. Wobei die Leitung des Institutes Wert darauf legt, auch Crossover-Projekte durchzusetzen – das heißt, dass scheinbare Schubladen-Grenzen mühelos überwunden werden und dass sich neue Einheiten (vokal/instrumental) bilden. Wie reich ist doch der musikalische Tisch gedeckt!

Imponierend, um nur ein paar besondere Eindrücke herauszustreichen, waren die Nummern des Saxophon-Teams, das Akkordeon-Ensemble, das Zupforchester und die All-Woman-Sängerinnen beispielsweise.

Bei ihnen vergaß man schnell, dass da auf dem Podium des Lichthofs Laien standen oder saßen. Das klang alles erstaunlich professionell. Musik scheint ihnen allen großen Spaß zu machen! Und den Pädagogen ebenfalls.

Das sind prima Voraussetzungen für eine nachhaltige und lebendige Musikschularbeit.

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