Bildung

Mint-EC-Camp in Bottrop für Nachwuchs-Informatiker aus NRW

Erstmals ging es beim Bottroper Mint-EC-Camp an der Hochschule auch ums Smart Home. Es galt, Leuchten zu steuern.

Erstmals ging es beim Bottroper Mint-EC-Camp an der Hochschule auch ums Smart Home. Es galt, Leuchten zu steuern.

Foto: HRW

Bottrop.   Das Bottroper Mint-EC-Camp für naturwissenschaftlich begeisterte Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW wird immer beliebter. Neben schlauen Autos geht’s ums schlaue Heim.

Im fünften Jahr seines Bestehens ist das Bottroper Mint-EC-Camp für naturwissenschaftlich begeisterte Schülerinnen und Schüler aus ganz NRW ordentlich gewachsen: Auf bewährte Weise beschäftigten sich 14 junge Leute im Technikum der Hochschule Ruhr West (HRW) anhand moderner Autos aus dem Hause Brabus mit der Fahrzeuginformationstechnik.

Dazu kam jetzt neu die Möglichkeit für 14 weitere Lernwillige, sich mit der App-Entwicklung für ein intelligentes Jugendzimmer auseinander zu setzen. Stichwort: Smart Home.

Zwei junge Schülerinnen tüfteln in der ersten Reihe

Mint-EC ist ein sperriger Begriff, der für Schulen steht, in denen die Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (eben: M-I-N-T) auf besondere Weise gefördert werden. Das Bottroper Josef-Albers-Gymnasium gehört dazu, und mit Sina (15) und Jule (17) tüfteln beim Camp zwei junge Schülerinnen in der ersten Reihe mit.

Auf dem Tisch vor ihnen steht ein Laptop, Kabel führen zu einem Auto hinter ihnen. „Das Auto ist mit dem Rechner verbunden. Es werden verschiedene Funktionen ausgelesen wie Scheinwerfer-Licht oder Blinker“, erklärt Sina. Das analysieren die Mädchen zunächst und müssen dann auch Aufgaben bewältigen. „Wir haben hier auf dem Tisch LEDs in einem Steckbrett.

Wenn jetzt zum Beispiel der Blinker angeht, dann soll dort auch ein Lämpchen aufleuchten“, erklärt Jule. Ist Technik und Informatik ein Bereich, den sie sich auch beruflich vorstellen können? „Es ist interessant, macht Spaß – und danach soll man ja bei der Berufswahl gucken“, meint Jule. „Außerdem sind in diesem Bereich Frauen gefragt“, ergänzt Sina – das lässt auf gute Jobaussichten hoffen.

Im Labor geht es um intelligente Lichtsteuerung

Zwei Stockwerke höher geht es im Labor des Studiengangs Mensch-Technik-Interaktion nicht um Fahrzeuge, sondern um intelligente Lichtsteuerung, zum Beispiel fürs Jugendzimmer. „Die Schüler sind dabei, den eigenen Prototyp einer Software zu entwickeln, die eine Benutzerschnittstelle auf den eigenen Smartphones bietet“, erklärt Prof. Stefan Geisler, Studiengangsleiter Mensch-Technik-Interaktion.

Berufserfahrung hautnah

Pro Gruppe gelte es eine Lampe zu steuern, auch was etwa Farbe und Helligkeit angeht. Fragen der Benutzerfreundlichkeit sollen dabei mit überlegt werden, weiß Luca (17): „Es geht auch darum, wie man die App für den Nutzer schön gestaltet.“

Florian Wältring, Mint-Koordinator am JAG, findet, dass das Camp viel bringt: „Das hier ist Berufserfahrung hautnah. Es hat alles mit Dingen zu tun, die die Wirtschaft sucht. Besseren Unterricht kann man nicht machen.“

Auch Dortmund, Duisburg und Hagen vertreten

Mit dabei waren erstmals auch Schüler vom Bottroper Heinrich-Heine-Gymnasium sowie Gymnasiasten aus Dortmund, Bad Salzuflen, Bornheim, Wesel, Geseke, Blomberg, Detmold, Hilchenbach, Bielefeld, Duisburg, Hagen und Coesfeld.

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