Josef-Albers-Ausstellung

Ministerin stärkt in Essen Pläne für das Bottroper Museum

Blick in die große Halle der Villa Hügel bei der Eröffnung der Ausstellung „Josef Albers.Interaction“, einer Kooperation der Kulturstiftung Ruhr, der Krupp-Stiftung und des Josef Albers Museums Quadrat in Bottrop.

Blick in die große Halle der Villa Hügel bei der Eröffnung der Ausstellung „Josef Albers.Interaction“, einer Kooperation der Kulturstiftung Ruhr, der Krupp-Stiftung und des Josef Albers Museums Quadrat in Bottrop.

Bottrop/Essen.  Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen lobt in Villa Hügel den geplanten Anbau des Quadrats. Internationales Interesse an der Albers-Schau.

Nicht nur die Vorbesichtigung durch die Presse, sondern auch die offizielle Eröffnung der groß angelegten Ausstellung „Josef Albers.Interaction“ in der Essener Villa Hügel glich einem Paukenschlag - und das gleich in mehrfacher Hinsicht. Denn einmal ermöglicht die Schau nach drei Jahrzehnten erstmals einen umfassenden Blick auf das Werk des bekanntesten und international bedeutendsten Bottroper Künstlers.

Großes Engagement für die Kunst von Josef Albers

Vor allem aber stärkte NRW-Kulturministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen nicht nur der hiesigen Museumsleitung, Heinz Liesbrock und Ulrike Growe, den Rücken, indem sie deren Bemühungen um die Rezeption und wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk Albers’ in den vergangenen Jahren würdigte. Das Museum Quadrat sei eines ihrer Lieblingshäuser in Nordrhein-Westfalen geworden, so die Ministerin. Und: „Ich weiß, mit welchem Engagement man sich dort dem Werk Albers’ widmet.“ Vor allem aber bestärkte sie das Vorhaben der baulichen Erweiterung des Josef-Albers-Museums als eine Maßnahme, die dessen Bedeutung gerecht werde und einen großen Schritt nach vorn für das Museum, aber auch die Stadt bedeute. „Das wird das Herz des Museums sehr stärken“, so Pfeiffer-Poensgen.

Für die Alfried-Krupp-von Bohlen und Halbach-Stiftung hob deren Kuratoriumsvorsitzende Ursula Gather die Bedeutung von Josef Albers für die Kunst des 20. Jahrhunderts hervor. Die Stiftung, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert, beteiligt sich mit einer bedeutenden Summe an der geplanten Erweiterung des Bottroper Museums.

Unter den zahlreichen Gästen aus Kultur, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft waren auch Heinrich Hiesinger, Vorstandsvorsitzender der Thyssen-Krupp AG, die Oberbürgermeister von Bottrop und Essen, Bernd Tischler und Thomas Kufen, aber auch die Mitglieder der Krupp-Familie, Egbert von Bohlen und Halbach und Diana Fritz, Enkelin von Bertha Krupp. Ulrich Schumacher, Gründungsdirektor des Quadrats, war ebenso gekommen wie Susanne Gaensheimer, Leiterin der Kunstsammlung NRW in Düsseldorf, wo derzeit eine Ausstellung mit Werken von Anni Albers zu sehen ist.

Zahlreiche Gäste aus Bottrop

Die Stadt Bottrop war beinahe in Mannschaftsstärke vertreten: Bürgermeisterin Monika Budke, Kulturdezernent Willi Loeven, Mitglieder des Kulturausschusses - dort steht Freitag die Museumserweiterung wieder einmal auf der Tagesordnung - aber auch Mitarbeiter und Kulturinteressierte aus anderen Bereichen der Stadt ließen sich dieses Hommage an den großen Sohn der Stadt nicht entgehen.

Angesichts der Fülle der Exponate, gezeigt werden immerhin über 170 Albers-Arbeiten, die teilweise noch nie zusammen zu sehen waren, ließ sich Volker Troche von Vorstand der veranstaltenden Kulturstiftung Ruhr und zugleich der Krupp-Stiftung zu einem Statement hinreißen, das für den neuen Bogen zwischen dem Hügel, Josef Albers und Bottrop steht: „Wir wurden in den vergangenen Monaten von Kruppianern zu Albertianern konvertiert.“

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