Benefizaktion

Macher halten am Spendenlauf fürs Bottroper Hospiz fest

Im vergangenen Jahr fand der Lauf zum zweiten Mal im Rathausviertel statt.

Im vergangenen Jahr fand der Lauf zum zweiten Mal im Rathausviertel statt.

Foto: Michael Korte

Bottrop.   Zum dritten Mal findet der Lauf „Jeder Meter zählt“ fürs Hospiz statt. Doch der Schatten der Vorgänger-Veranstaltung mit Peter Stadtmann ist lang

Zum dritten Mal findet am 28. Juni der Spendenlauf im Rathausviertel statt. Unter dem Motto „Jeder Meter zählt“ können die Bottroper Gutes für das Hospiz tun. Die Organisatoren um Holger Czeranski hoffen, dass sich diesmal einige Läufer mehr auf die Strecke machen. Zur Wahrheit gehört nämlich auch: Der Spendenlauf für das Hospiz ist nach wie vor verbunden mit dem Namen Peter Stadtmann.

Damals noch unter dem Namen „Bottrop beweg dich“ liefen tausende Bottroper ihre Runden in der Fußgängerzone. Seit der Verhaftung und Verurteilung des Apothekers Stadtmann ziehen Czeranski und seine Mitstreiter den Lauf unter neuem Namen und an anderer Stelle auf. Czeranski: „Denn das Hospiz braucht das Geld.“ Knapp 12.000 Euro kamen im vergangenen Jahr bei der Aktion zusammen. Nicht so viel, verglichen mit knapp sechsstelligen Summen, die „Bottrop beweg Dich“ für das Hospiz erbrachten. Aber auch 12.000 Euro sind für das Hospiz eine ordentliche Summe. Sie macht rund acht Prozent des jährlich benötigten Spendenaufkommens aus.

Die Suche nach Sponsoren wird schwieriger

Allerdings sei es schwieriger geworden, Sponsoren für den Lauf zu finden. Denn Stadtmann habe mit seinem damaligen Einfluss auch Geschäftspartner dazu gebracht, als Sponsoren mitzumachen. Davon seien einige abgesprungen.

Auch jetzt gibt es noch viele Sponsoren, und jeder davon unterstützt den Lauf auf seine Art. Ein Unternehmen stellt die Absperrungen bereit, ein anderes kümmert sich um die Verpflegung der Helfer, ein weiteres stellt Wasser für die Läufer, andere geben Geld, das letztlich für das Hospiz bestimmt ist. Czeranski hofftjedoch , dass sich im Vorfeld weitere Unterstützer bei den Organisatoren melden.

Veranstalter hoffen auf mehr Teilnehmer

Daneben wünschen sich die Veranstalter, dass die Teilnehmerzahlen wieder anziehen. Dazu wird in diesem Jahr auch etwas Rahmenprogramm auf dem Rathaus-Platz angeboten. An der Gulaschkanone können sich die Läufer im Anschluss stärken. Außerdem können sie zwei Stunden länger auf die Strecke gehen.

„Wir starten wie immer um 11 Uhr, Ende ist diesmal um 17 Uhr. Das war ein Wunsch, der mehrfach an uns herangetragen wurde“, sagt Holger Czeranski. Im Mittelpunkt des Tages wird jedoch das Hospiz stehen. Ihm kommt der Erlös zugute, außerdem sind die Mitarbeiter da und informieren über das Haus.

Holger Czeranski hofft, dass vor allem Schulen und Kitas wieder die Kurve kriegen und für das Hospiz ein paar Runden drehen – so wie es vor ein paar Jahren durchaus üblich war. Im Vorfeld des Laufs werden daher alle Schulen und Kitas angeschrieben. Er und seine Mitstreiter haben sich nämlich eines fest vorgenommen: „Wir wollen den neuen Lauf weiter etablieren.“

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