Handel

Licht-Aktion wirbt fürs Einkaufen in Bottrops Innenstadt

Coronabedingt findet die Aktion „Heimat shoppen“ in Alt-Bottrop in diesem Jahr ganz anders statt als gewohnt. Und auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Coronabedingt findet die Aktion „Heimat shoppen“ in Alt-Bottrop in diesem Jahr ganz anders statt als gewohnt. Und auch zu einem späteren Zeitpunkt.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die Aktion „Heimat shoppen“ zur Stärkung des Innenstadthandels soll in Bottrop-Mitte Ende Oktober stattfinden. Angepasst an Corona-Bedingungen.

Der Einzelhandel in den Innenstädten hat es schwer, die Corona-Pandemie dürfte die Situation noch einmal verschärft haben. Da kommt der Aktion „Heimat shoppen“, mit der Händler, Städte und IHK seit fünf Jahren gemeinsam für den Einkauf vor Ort werben, in diesem Jahr sicher eine besondere Bedeutung zu. Allerdings ist diesmal alles etwas anders als sonst – wie so vieles in diesen Krisenzeiten.

Planung sieht verlängertes Shoppen in Bottrop an einem Freitagabend vor

Der Aktionszeitraum fürs „Heimat shoppen“ liegt IHK-weit schwerpunktmäßig rund ums zweite Septemberwochenende – doch in der Bottroper Innenstadt wollen die Akteure erst später aktiv werden. „Wir planen ein Event am 30. Oktober, der Arbeitstitel lautet ,Heimat shoppen by night’“, berichtet Dorothee Lauter, Abteilungsleiterin bei der Bottroper Wirtschaftsförderung, auf WAZ-Nachfrage. Angedacht ist demnach, an dem Freitagabend ein verlängertes Shoppen zu ermöglichen und in den dunklen Stunden mit Lichtelementen die Stadt anzustrahlen. „Wir wollen etwas Besonderes liefern, um die Leute in die Innenstadt zu holen“, erklärt Lauter.

In den letzten Jahren hatten zum „Heimat shoppen“ Gästeführer Einkaufserlebnistouren durch die Innenstadt angeboten, bei denen die Teilnehmer Hintergründe zu den angesteuerten Geschäften und Geschichtliches zur Bottroper Innenstadt erfahren konnten. „Solche Touren sind aufgrund von Corona jetzt nicht durchführbar“, bemerkt Dorothee Lauter. Die Pandemie hatte im Vorfeld des „Heimat shoppens“ zu ein wenig Verunsicherung darüber geführt, welches Rahmenprogramm überhaupt möglich sein könnte. Durch die Verschiebung auf Ende Oktober – und dem damit einhergehenden früheren Dunkelwerden – wird nun ein Spiel mit Licht möglich.

Alle Akteure in Bottrop ziehen zur Stärkung der Innenstadt an einem Strang

„Ich glaube, dass vor allem wichtig ist, dass es ein Zusammenspiel von Handel und Stadt ist“, so die Wirtschaftsförderin. „Jeder Einzelhändler kann zeigen, was er bietet. Wenn wir als Stadt gemeinsam mit der IHK noch einen Rahmen geben können, der die Aufmerksamkeit darauf richtet, ist das besonders wertvoll.“ Gerade in Zeiten wie diesen sei es von besonderer Bedeutung, dass alle an einem Strang ziehen, um den Innenstadthandel zu stärken.

Für Oliver Schröder, Chef der Interessengemeinschaft Marktviertel (früher Altstadt), steht fest: „Jede Aktion, die den Bottroper Bürgern vermittelt, in Bottrop passiert was, ist gut und sollte verfolgt werden.“ Und zwar zu jeder Zeit, nicht nur in der Corona-Krise. „Wir haben so viel Potenzial und Möglichkeiten, in Bottrop gute Dinge zu machen“, sagt Schröder, der sich dafür noch mehr Unterstützung wünscht. Auch die IG Kirchhellener Straße wird beim „Heimat shoppen“ mit von der Partie sein.

IHK: Kurze Wege sind für die Kunden attraktiver denn je

Michael Radau, Vizepräsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen, sieht bei allen Schwierigkeiten jetzt auch durchaus Chancen für den stationären Einzelhandel. Gerade während der Corona-Pandemie sei auch zu beobachten, „dass sich die Bürger in ihrem Kaufverhalten wieder verstärkt in ihrem eigenen Stadtteil orientieren wollen“, so Radau. „Die Erreichbarkeit vor Ort und kurze Wege sind attraktiver denn je und bieten dem stationären Handel vor Ort die Chance, sich als Einkaufsstandort zu positionieren“, glaubt der Einzelhandelsunternehmer aus Münster. Insbesondere kleine inhabergeführte Händler will die IHK gemeinsam mit ihren Partnern zum Beispiel über die Aktion „Heimat shoppen“ unterstützen.

So stammen von der IHK die Werbematerialien mit dem Logo „Heimat shoppen“, mit denen die Händler, Dienstleister und Gastronomen bei ihren Kunden Aufmerksamkeit erzielen können. Aufkleber gehören genauso dazu wie Einkaufstaschen, Flyer oder Luftballons, berichtet Dorothee Lauter.

Allgemeine Informationen zur IHK-weiten Aktion gibt es auch auf heimat-shoppen.de

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