Förderprogramme

Landesregierung lässt sich Heimat ordentlich etwas kosten

Heimat ist angesagt - So hatte die Landesregierung rund 500 Aktive zum ersten NRW-Heimatkongress am vorigen Wochenende nach Münster eingeladen.

Foto: Olaf Fuhrmann

Heimat ist angesagt - So hatte die Landesregierung rund 500 Aktive zum ersten NRW-Heimatkongress am vorigen Wochenende nach Münster eingeladen. Foto: Olaf Fuhrmann

Bottrop.   CDU-Vertreter weisen auf ein neues Förderprogramm der Landesregierung hin. Ministerium unterstützt Heimatvereine und Ideen der Bürger mit Geld.

Die Landesregierung wird die Gestaltung der Heimat finanziell fördern. Dafür soll es zum Beispiel mehr Geld für die Verwirklichung guter Ideen der Bürgerinnen und Bürger und auch Geld zur Unterstützung der Heimatvereine geben. Die exakten Förderbedingungen will NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) im Sommer bekannt begeben. Der bürokratische Aufwand, um an das Geld zu kommen, soll aber auf jeden Fall gering sein, verspricht die Landesministerin.

Schon ruft Bottrops CDU-Vorsitzende Anette Bunse die Stadtverwaltung dazu auf, sich möglichst zügig über die geplanten Aktionen des Landes zu informieren, damit der Rat die Teilnahme der Stadt an dem Förderprogramm beschließen kann. „Die neue Heimatförderung der Landesregierung bietet auch für unsere Heimatstadt gute Chancen. Das Programm passt erstklassig in den laufenden Prozess zur Zukunftsausrichtung unserer Stadt“, meint auch der Vonderorter CDU-Vertreter Michael Pricking.

Land sieht fünf Elemente der Heimatförderung vor

Denn in ihre Zukunftspläne müsse die Stadt die Bürgerinnen und Bürger einbinden. „Der Begriff ‚Heimat‘ spielt dabei eine große Rolle“, meint der ehemalige CDU-Oberbürgermeisterkandidat.Denn Heimat sei sehr eng verbunden mit wichtigen Attributen wie Solidarität, ehrenamtlichen und bürgerschaftlichem Engagement und auch Zusammenhalt.

Das Land sieht für die kommenden fünf Jahre fünf Elemente der Heimatförderung vor:

1 Heimatscheck: Für lokale Vereine und Initiativen, die sich mit Heimat beschäftigen, schüttet das Land jedes Jahr tausend Schecks über jeweils 2000 Euro aus. Mit dem Geld sollen unbürokratisch Projekte ermöglicht werden, die nicht viel Geld kosten.

2 Heimatpreis: Die Städte können für innovative Heimatprojekte einen Preis ausloben. Größeren Kommunen stellt das Land für diese Preisvergabe 15 000 Euro zur Verfügung. Der Heimatpreis soll sich zu einer landesweiten Ideensammlung entwickeln. Eine Jury wählt die besten Projekte aus und verleiht diesen dann zusätzlich einen Sonderpreis.

3 Heimatwerkstatt: In Werkstätten sollen Bürger und Gruppen Ideen zum Thema Heimat entwickeln. Sie können zum Beispiel die künstlerische Gestaltung einer großen Fassade in ihrem Stadtviertelentwerfen oder einen Kreisverkehr gestalten. Mit bis zu 40.000 Euro fördert das Land solche Prozesse.

4 Heimatfonds: Das Land fördert Initiativen, die Heimatprojekte verwirklichen wollen. Dazu gibt es zu jeden gespendeten Euro je einen Euro dazu. Die Obergrenze liegt bei 40 000 Euro, so dass sich ein Projektbudget auf bis zu 80.000 Euro verdoppeln kann.

5 Heimatzeugnis: Das Land will prägende Bauwerke und Orte bewahren und schüttet dafür bis zu 100 000 Euro aus. Das kann etwa die Einrichtung eines virtuellen Museums an einem historischen Ort, die Umgestaltung eines Heimatmuseums oder die Restaurierung eines historischen Gebäudes durch eine Jugendinitiative sein.

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