Vor Gericht

Kupferdiebstahl endet mit einer Haftstrafe

Amtsgericht Bottrop

Foto: Frank Oppitz

Amtsgericht Bottrop Foto: Frank Oppitz

Bottrop.  Zwei 37-Jährige brachen in Baustelle Hansa-Zentrum ein. Ein Mittäter kommt mit einer Geldstrafe davon.

Das Amtsgericht verurteilte einen drogenabhängigen Bottroper zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten, da er im vergangenen Juli mit einem Komplizen versucht hatte, Kupferkabel von der Baustelle am Hansa-Zentrum zu stehlen.

Zeugin sah einen Schatten

Er war mit seinem Mittäter, der eine Geldstrafe von 600 Euro erhielt, in die Tiefgarage und den abgesperrten Baubereich des großen Gebäudes eingedrungen. Die beiden 37-Jährigen verschafften sich über die Absperrzäune Zugang zum Inneren, sie hoben die befestigten Gitter aus ihren Verankerungen und rollten die Kabelstränge auf der Baustelle ein.

Die Polizei erwischte die Diebe auf frischer Tat, als sie versuchten, die Rollen zu einem bereitstehenden Fahrradanhänger zu transportieren. Eine Anwohnerin hatte die Beamten gerufen, da sie ungewöhnliche Geräusche von der Baustelle gehört hatte und ihr ein Schatten in der Dunkelheit aufgefallen war.

„Es waren Hölzer vom Tannenbaum in dem Anhänger, die ich auf der Baustelle entsorgen wollte. Beim Trinken kam uns die Idee, wir könnten sie dort loswerden. Dann haben wir es einfach gemacht“, hob der Komplize hervor. Seiner Aussage nach wollte er von dem Diebstahl nichts gewusst haben. „Ich hatte an dem Tag mehrere Wodka drin, auf einmal reicht er mir auf der Baustelle die Kabel“, sagte er aus.

Täter mehrfach vorbestraft

Für die Strafe des drogenabhängigen Täters, der am Ende der Verhandlung zehn Monate Freiheitsentzug bekam, berücksichtigte die Amtsrichterin zwei weitere aktuelle Vergehen. Der Angeklagte, der bereits mehrfach wegen Urkundenfälschung, Hehlerei, Betrug, Diebstahls und Körperverletzung verurteilt worden ist, hatte bei zwei Polizeikontrollen erneut mehrere illegale Drogen bei sich. Unter anderem waren Heroin wie auch Amphetamin mit dabei.

„Sind sie denn jetzt gerade nüchtern“, fragte ihn die Staatsanwältin. „Jetzt ja, ich nehme erst mittags etwas“, antwortete der Angeklagte.

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