Finanzen

Kredite in Schweizer Franken bringen Millionenverluste ein

Bottrop.   Die Stadt wird den nächsten Kredit in der Schweizer Währung ablösen. Insgesamt machte sie zwischen fünf und sieben Millionen Euro Minus.

Die Stadt wird den nächsten Kredit in Schweizer Franken Ende Januar zurückzahlen. Insgesamt hat ihr die Darlehensaufnahme in der Schweizer Währung Millionenverluste eingebracht. Auf fünf bis sieben Millionen Euro bezifferten Stadtkämmerer Willi Loeven und ÖDP-Ratsherr Johannes Bombeck als Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses den Gesamtschaden.

„Es besteht Einigkeit darüber, dass in Zukunft kein Mensch mehr daran denkt, Kredite in Fremdwährungen aufzunehmen“, betonte der Kämmerer. Das Währungsrisiko sei zu hoch. Ohnehin seien die Zinsen derart niedrig, dass sich Darlehen in fremden Währungen nicht lohnen würden, erklärte Loeven.

Um Jahrtausendwende erste Darlehen aufgenommen

Um die Jahrtausendwende hatten die Vorgänger des amtierenden Oberbürgermeisters, Bernd Tischler, und des Kämmerers die ersten Kredite in Höhe von 24,3 Millionen Schweizer Franken aufgenommen. Da die Wechselkurse zwischen Euro und Franken zu dieser Zeit festgeschrieben waren, versprachen sie sich Zinsvorteile. Den Rat hatte die damalige Stadtspitze darüber nicht einmal informiert. Einige Jahre lang sparte die Stadt tatsächlich auch Zinskosten. Spätestens mit der Freigabe des Wechselkurses traten allerdings Verluste auf, weil der Wert des Franken stark zunahm.

Einen Teil der Kredite in der Schweizer Währung hat die Stadt in den letzen Jahren zur Hälfte abgelöst. Offen ist derzeit ein Darlehen über 15 Millionen Franken. Vor zehn Jahren hätte dieses zehn Millionen Euro gekostet. Zurzeit muss die Stadt dafür aber um die 13 Millionen Euro bezahlen.

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