Gesundheit

Krankenkasse zählt in Bottrop weiterhin viele Krätze-Fälle

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Die Anzahl der Krätze-Fälle ist in Bottrop im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Die Hauterkrankung geht mit starkem Juckreiz einher.

Die Anzahl der Krätze-Fälle ist in Bottrop im Vergleich zum Vorjahr ungefähr gleich geblieben. Die Hauterkrankung geht mit starkem Juckreiz einher.

Foto: AOK/hfr

Bottrop.  Die Krätze ist alles andere als ausgestorben: 2019 wurden in Bottrop insgesamt 286 Fälle verzeichnet. Das kann man im Fall einer Erkrankung tun.

Die Krätze erscheint wie eine Krankheit aus längst vergangener Zeit. Dabei ist die auch Skabies genannte Hauterkrankung alles andere als ausgestorben. In Bottrop wurden im Jahr 2019 insgesamt 286 Fälle verzeichnet, ähnlich viele wie im Vorjahr (288). Das geht aus einer aktuellen Auswertung der AOK Nordwest hervor.

„Krätze ist eine ansteckende Hautkrankheit, die durch Parasiten ausgelöst wird. Um sie schnell wieder los zu werden, ist eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig“, sagt AOK-Serviceregionsleiter Jörg Kock.

Starker Juckreiz ist typisch für die Krätze

Typische Symptome sind demnach starker Juckreiz und eine schuppig-krustige Haut mit kleinen Knötchen. Durch den starken Juckreiz ist die Haut oft mit blutigen Kratzspuren übersät. Die Symptome entstehen vor allem durch eine Hautentzündung. Denn wenn Krätzmilben die Haut besiedeln, wird die Haut geschädigt. Dadurch reagiert das Immunsystem und es kommt zu entzündlichen Prozessen mit den typischen Hautveränderungen. Die Übertragung einer einzigen Milbe reicht schon aus, um Krätze zu verursachen. Daher kann eine Ansteckung mit Krätze jeden treffen und hat nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun.

Eine indirekte Übertragung über Kleidung oder Handtücher ist möglich

Das Risiko einer Ansteckung ist laut AOK umso höher, je mehr Krätzmilben sich auf der Hautfläche befinden. Direkt von Mensch zu Mensch ist die gewöhnliche Krätze nur dann ansteckend, wenn ein enger, großflächiger Haut-zu-Haut-Kontakt über einen Zeitraum von mindestens fünf bis zehn Minuten besteht. Dementsprechend sind Handschütteln, Umarmungen oder eine Untersuchung der Haut von Patienten mit gewöhnlicher Skabies ohne Risiko.

Auch eine indirekte Übertragung über Kleidung, Handtücher oder Bettwäsche ist möglich. So kann es auch in Kindergärten, Gemeinschaftseinrichtungen oder in Pflegeheimen zur Ansteckung kommen.

Behandelt wird die Krätze mit Salben und Tabletten

Im Erkrankungsfall ist eine Behandlung mit Salben und gegebenenfalls auch mit Tabletten notwendig, um Milben mitsamt Larve und Eiern abzutöten. „Hygiene und ein gestärktes Immunsystem spielen für den Verlauf eine große Rolle“, so Kock. Häufiges Duschen oder Baden und ein guter Immunstatus erschweren die Vermehrung der Milben. Sinnvoll sei es, Kleidung, Handtücher und Bettwäsche täglich zu wechseln und bei 60 Grad zu waschen. Geht dies bei bestimmter Kleidung nicht, dann kann diese für mindestens zwei Stunden im Gefrierschrank bei mindestens Minus 25 Grad aufbewahrt werden. Nicht waschbares Spielzeug sollte zwei Wochen lang luftdicht verpackt werden. Außerdem sollten Polstermöbel und Matratzen täglich abgesaugt werden.

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