Gesundheit

Klinikchefin des Marienhospitals rätselt über Gerüchte

An dem Beschluss, dass das Marienhospital Bottrop Ende 2018 mit den KKEL fusioniert, hat sich bislang nichts geändert.

Foto: Hans Blossey

An dem Beschluss, dass das Marienhospital Bottrop Ende 2018 mit den KKEL fusioniert, hat sich bislang nichts geändert. Foto: Hans Blossey

Bottrop.   In Gladbeck steht wohl die Frage um die Fusion sowie die Wiederöffnung der Geburtshilfe im Raum. Dr. Ellebrecht: „Davon ist mir nichts bekannt.“

Überrascht reagieren Mitarbeiter und Geschäftsführung des Marienhospitals auf Gerüchte aus der Politik der Nachbarstadt Gladbeck: Demnach würden die Katholischen Kliniken Emscher Lippe (KKEL) eine Annäherung zur St. Augustinus GmbH suchen, die die Marienhospitäler in Gelsenkirchen und Buer betreibt. „Davon ist mir nichts bekannt und niemand kann mir sagen, worauf sich diese Aussagen gründen“, so Dr. Ulrike Ellebrecht, Geschäftsführerin des Marienhospitals Bottrop.

Die Klinikchefin weist darauf hin, dass die Klinikfusion zwischen Marienhospital und KKEL zum Ende des nächsten Jahres beschlossen sei. „Daran hat sich nichts geändert. Ich hege keinen Zweifel an der Fusion und halte daran fest“, so Ellebrecht. Die Fusion mit der KKEL sei wichtig und sinnvoll.

Größeres Säuglingszimmer und Familienzimmer

Auf dem Weg zur Fusion erfolgte bereits Ende 2016 ein einschneidender Schritt: Die Geburtshilfe im Gladbecker St. Barbara-Hospital schloss. Neben Kliniken in Gelsenkirchen und Dorsten bietet seither das Bottroper Marienhospital eine der nächstgelegenen Entbindungsstationen. „Wir haben dadurch wohl etwa 200 Entbindungen mehr in diesem Jahr“, so Ellebrecht.

Um der größeren Aufgabe gerecht zu werden, wird das Säuglingszimmer vergrößert und zudem ein Familienzimmer eingerichtet. Zwei Hebammen seien zusätzlich eingestellt und das Pflegepersonal aus eigenen Reihen aufgestockt worden. Und mit Frühgeborenen- und Intensivstation ist die Geburtshilfe bestens aufgestellt. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht“, so die Klinikchefin.

Beschluss zur Schließung der Geburtshilfe

Es sei fatal, dass Gladbecker Eltern nun im Zuge der Gerüchte um eine Annäherung der KKEL und St. Augustinus GmbH die Hoffnung gemacht würde, die Geburtshilfe in Gladbeck könne eventuell wieder öffnen. „Es gibt einen Beschluss für die Schließung“, stellt Dr. Ellebrecht fest. „Von einer Planänderung ist mir nicht bekannt.“

KKEL-Geschäftsführerin Ines Manegold wollte sich zu den Gerüchten um die Sondierungsgespräche mit den Kliniken in Gelsenkirchen nicht äußern. Aufsichtsratschef Werner M. Philipps erwähnte gegenüber der WAZ-Redaktion Gladbeck zwar ein Gespräch mit der Augustinus GmbH, dementierte aber Fusionsgespräche und nährte Spekulationen um einen deutlich größeren Krankenhausträger. Auch Ellebrecht verweist auf den Wunsch des Bischofs, „der sich einen größeren Krankenhausverbund – ähnlich dem in Essen mit der Contilia – vorstellt. „Aber das muss man erstmal erarbeiten, und auch von solchen Plänen weiß ich bislang nichts.“

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