Sekundarschule

Streit um den neuen Schulhof

Geschützter Raum oder potenzieller Angstraum: Die  überdachte Schulhoffläche der Sekundarschule ist ein Streitpunkt zwischen SPD und CDU.

Geschützter Raum oder potenzieller Angstraum: Die überdachte Schulhoffläche der Sekundarschule ist ein Streitpunkt zwischen SPD und CDU.

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Die überdachte Fläche unter dem Gebäude können als Rückzugsraum missbraucht werden, fürchtet die CDU. Die SPD reagiert mit Empörung

Die Kritik der CDU an der Ständerbauweise der neuen Sekundarschule weisen die Bottroper Jusos und der SPD-Ortsverein zurück. Bei einem Rundgang mit der CDU hatte Sicherheitsexpertin Dunja Storp die überdachte Schulhoffläche als „herrlichen Platz“ für Alkohol- und Drogenkonsum sowie Grafitti-Schmierereien bezeichnet. Kirchhellens SPD-Ortsvereinschef Willi Stratmann mahnt, solche Debatten noch vor dem Umzug der Schule in das neue Gebäude „gefährdet die gute Arbeit, die in der Sekundarschule völlig unbestritten geleistet wird“.

Ohne Zweifel werde man auf das Umfeld von öffentlichen Gebäuden achten und bei Bedarf einschreiten müssen, sagt Stratmann. „Aber jugendliche Trinker und Drogenkonsumenten sind in Kirchhellen noch kein Problem.“

Ärger über „Schlechtreden“

SPD-Ratsherr Markus Kaufmann spricht auch für seine Frau und drei Kinder, wenn er sagt: „Uns ärgert es, dass ein gutes Projekt wie der Bau der Sekundarschule noch vor dem Start schlecht geredet wird. Die überwiegend positiven Gegebenheiten einer Aufständerung werden nicht erwähnt. So können die Schüler auch bei schlechtem Wetter Sauerstoff tanken ohne nass zu werden, im Sommer werden die schattigen und kühlen Plätze dort sehr beliebt sein und diese Räume können als Mehrzweckräume super eingebunden werden. Hier kann z.B. Unterricht im Freien stattfinden. Schon jetzt diese Räume als Angsträume zu bezeichnen, an denen junge Leute nichts Besseres zu tun haben als mit Dogen zu handeln oder zu konsumieren und alles zu zerstören oder zu verdrecken, empört uns schon sehr.“

Jusos kritisieren „unredliches“ Jugendbild

Auch der Bottroper Juso-Vorsitzende Nils Beyer ärgert sich: „Es ist unredlich, welches Bild die CDU von der Kirchhellener Jugend entwirft. Dies ist genau das Denken, welches wir in der Jugendpolitik nicht gebrauchen können – wir müssen uns auf Augenhöhe und mit Anstand begegnen.“

Für die Jusos bietet die Sekundarschule große Chancen, um Bildungs- und Chancengleichheit in die Realität umzusetzen. Man habe sich im Schulausschuss gerade für diese bauliche Lösung entschieden, um ein Zusammenwachsen der Schulen und ein großes Platzangebot im Außenbereich zu ermöglichen. „Ich wundere mich schon, dass die CDU jetzt öffentlich Kritik übt, obwohl sie im Schulausschuss diese Idee mitgetragen hat.“, so Beyer weiter.

Sebastian Pels, Sprecher der Jusos Kirchhellen, erinnert an die jüngste Jugend-Diskussiomn: „Seit Jahren fordern wir eine Jugendeinrichtung auf dem Gelände des ehemaligen Spargelhof-Beckmann, blockiert hat leider immer die CDU.“

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