Dorfentwicklung

SPD warnt: Kirchhellen überaltert, wenn nichts passiert

Kirchhellen.  Mit öffentlich gefördertem Wohnungsbau will die SPD mehr Familien ins Dorf holen. Vor allem Grafenwald verliert weiter junge Einwohner.

Mit bezahlbaren Wohnungen müsse die Politik mehr Anreize für den Zuzug von Familien mit Kindern setzen, fordert die SPD Kirchhellen. Aus den Daten des Amtes für Statistik gehe hervor, dass insbesondere die Zahl der Einwohner unter 18 Jahren erneut gesunken sei (

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Ein Bauvorhaben mit öffentlich geförderten Wohnungsbau für Feldhausen haben gerade der Kirchhellener Architekt Norbert Ryvola und die Vereinte Volksbank vorgestellt. Sie wollen ein Baugebiet zwischen Dorstener Straße, Grünem Weg und dem Hohen Feld gemeinsam erschließen. An der Dorstener Straße wäre nach Ryvolas Einschätzung Platz für bis zu 20 öffentlich geförderte Wohnungen, am Hohen Feld sollen Einfamilienhäuser entstehen.

Grafenwald verliert 400 junge Einwohner

Ein ausbaufähiger Ansatz, sagen Ratsherr Oliver Altenhoff und SPD-Bezirksfraktionschef Willi Stratmann. „Auf Sicht wird es nicht reichen, nur hochpreisige Neubauten anzubieten wie am Kuhberg in Feldhausen oder im Neubaugebiet Schultenkamp.“ Grafenwald zum Beispiel habe seit 2015 mehr als 500 Einwohner verloren, darunter mehr als 400 im Alter unter 18 Jahren. Kirchhellen-Mitte wächst nach den Angaben der Statistiker zwar weiter, aber auch dort sei die Zahl der Einwohner unter 18 Jahren seit 2015 zurück gegangen.

Flächen für öffentlich geförderten oder günstigen Wohnungsbau sieht Altenkamp unter anderem in Grafenwald. Dort lohne sich das Nachdenken über Schließungen von Baulücken und ein Blick an den Geitlingsweg, einst von der Verwaltung mal als Gewerbegebiet vorgesehen. Neubauten dort seien vergleichsweise günstig wegen der zum Großteil bereits vorhandenen Erschließung. Zudem hätte ein Neubau dort den Vorteil, dass der Verkehr nicht über die ohnehin stark belastete Schneiderstraße fließen müsste.

Neubau an der Holthausener Straße

Potential für öffentlich geförderten Wohnungsbau sehen Altenhoff und Stratmann zudem an der Holthausener Straße in Kirchhellen-Mitte. Die Verwaltung plant dort mit drei Häuser mt bis zu zweieinhalb Geschossen. Diese Neubaufläche sei nahe genug an der Ortsmitte. Sozialwohnungen dort würden die SPD auch versöhnen mit der Tatsache, dass ein Neubau dort eigentlich gegen den Beschluss verstößt, micht westlich der Bottroper Straße neu zu bauen.

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