Konzert

Kirchhellener Blasmusik verabschiedet den Bergbau

Uwe Krause dirigiert die Kirchhellener Blasmusik beim zehnten Kirchenkonzert in St. Johannes.

Uwe Krause dirigiert die Kirchhellener Blasmusik beim zehnten Kirchenkonzert in St. Johannes.

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Das gemeinsame Kirchenkonzert mit dem stimmgewaltigen „MännerQuartett 1881“ soll nach dem Willen der beiden Dirigenten eine Neuauflage erleben

Zum zehnten Kirchenkonzert „zur Ehre Gottes“ lud die Kirchhellener Blasmusik am Volkstrauertag in die gut gefüllte Pfarrkirche St. Johannes unter dem Motto „Es schallt die Posaune“. Gast war diesmal der größte Bottroper Männerchor, das „MännerQuartett von 1881 Bottrop“ unter der Leitung von Musikdirektor Axel Quast.

Passend zum Tagesthema begann die Blasmusik unter der musikalischen Leitung von Uwe Krause klassisch mit einem Ausschnitt aus dem Oratorium „Der Messias“ von Händel „Sie schallt, die Posaune“ und dem mächtigen „Triumphmarsch“ von W. Wieprecht. Etwas zeitgenössischer intonierte der Chor mit großer stimmlicher Präsenz „Über sieben Brücken musst du geh`n“ und „Griechischer Wein.“

Musikalischer Strukturwandel

Beim Adagio aus dem Klarinettenkonzert von Mozart überzeugte Klarinetten-Solistin Simone Lahutta. Beide Ensembles wollten im Jahr des Abschieds dem Bergbau ihre Reverenz erweisen. Der Chor präsentierte mit „Der Bergmannsstand sei hoch geehret“ ein traditionelles Lied. Zu der Melodie von „Wo die bunten Fahnen wehen“ hat Chorsänger Rüdiger Kolossa einen neuen Text geschrieben „Du, mein Revier“, das laut Quast den Wandel des Revier wunderbar aufzeige. Die Blasmusik intonierte mächtig und klanggewaltig, aber auch eindringlich und einfühlsam „Das große Tor von Kiew“ aus Mussorgskijs „Bilder einer Ausstellung“ und „Highland Cathedral“ von Michael Korb. „Somewhere in my memory“ kannten viele Besucher sicherlich als Soundtrack des Films „Kevin allein zu Haus.“

Zum Schluss erklang das Steigerlied

Zum Konzertabschluss harmonisierten Chor und Orchester gemeinsam. Zusammen mit den Konzertgästen spielten und sangen sie das „Steigerlied“ und „Großer Gott, wir loben dich“. Kräftiger, langanhaltender Applaus belohnte die gelungenen Darbietungen.

Beide Dirigenten freuten sich abschließend über die große Resonanz beim Publikum und ein „Riesenkonzert mit herrlicher Akustik durch die gefüllte Kirche. „Wir haben wunderbar harmoniert“, zeigte sich Quast begeistert und Krause ergänzte, dass eine solche gemeinsame Veranstaltung nicht die letzte gewesen sein sollte. Auch der Vorsitzende des „MännerQuartetts“, Paul Gerhard Horsters, war begeistert über de ersten Auftritt in Kirchhellen: „Wir freuen uns, dass wir auch hier mal singen konnten.“

Die nächsten Termine

Die Kirchhellener Blasmusik spielt ihr traditionelles Neujahrskonzert am 27. Januar im Brauhaus Kirchhellen zusammen mit der Blaskapelle Grafenwald.

Für das Konzert des Männerquartetts am Sonntag, 16. Dezember, um 17 Uhr im Lichthof des Berufkollegs hat der Vorverkauf begonnen. Eintrittskarten sind für 17 Euro bei allen Sängern und folgenden Vorverkaufsstellen zu erwerben: Lotto am Pferdemarkt, Osterfelder Straße. 15a. Lotto am Bahnhof, Am Hauptbahnhof 1. Buchhandlung Erlenkämper, Hochstraße 35. Telefonische Bestellung für Behinderte: 975823.

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