Sturmschaden

Kinder pflanzen 500 neue Bäume in Kirchhellen

Eifrig bereiten die Kinder den Waldboden für die neuen Bäume vor. Ole (12, links) hebt ein Loch aus.

Eifrig bereiten die Kinder den Waldboden für die neuen Bäume vor. Ole (12, links) hebt ein Loch aus.

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Ein Sturm verwüstete den Wald hinter dem Forsthaus Specht. Gemeinsam mit Förster Markus Herber schuf die Waldjugend hier Ordnung und neues Leben

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Abgerissene Äste und umgestürzte Bäume. Ein Sturm hat dem Waldstück hinter dem Forsthaus Specht vor rund zwei Jahren arg zugesetzt. Drum trafen sich die kleinen Mitglieder der Waldjugend e.V. Bottrop, um gemeinsam mit ihren Leitern das zerstörte Stück mit neuen Bäumen zu bepflanzen.

„In den letzten Wochen haben wir mit den Kindern gelernt, wie man richtig Bäume pflanzt und vor allem, wie man die kaputten erkennen kann“, erklärt Lukas Holzhauser (19), Vorsitzender der Waldjugend. Etwa zehn Kinder, teils Mitglieder in der Waldjugend, teils Freunde, die sie mitgebracht haben, machten sich am Samstagvormittag dann motiviert an die Arbeit, suchen die kaputten Bäume, graben Löcher und pflanzen neue Bäume ein.

Ausgerüstet mit Spaten und Arbeitskleidung

Mit dabei ist auch Markus Herber. Der Förster betreut die Aktion und ist zuständig für das Waldstück zwischen Forsthaus Specht und Waldpädagogischen Zentrum (WPZ) und zudem Patenförster des WPZ. „Ein Viertel meiner Arbeit leiste ich im WPZ mit den Kindern, dazu gehört unter anderem auch die Pflanzaktion heute“, erklärt er. Ausgerüstet mit Spaten und Arbeitskleidung sei geplant, etwa 500 Bäume auf dem Stück neu zu pflanzen. Das klingt nach viel Arbeit. „Das ist bis heute Mittag problemlos zu schaffen“, meint der Förster.

Nach wochenlangem Regen ist der Boden schlammig und nass. Doch die engagierten Kinder trotzen den widrigen Bedingungen und stapfen guter Laune los – in Gummistiefeln, Arbeitshosen und - jacken. Immerhin: An diesem Morgen bleibt die eifrige Gruppe sogar vom Regen verschont. „Wir haben heute aber wirklich Glück mit dem Wetter, da macht es viel Spaß mit den Kindern hier draußen zu sein“, meint Kai Underberg, der früher mal Leiter bei der Waldjugend war.

Vier Generationen trafen sich im Wald

28 Mitglieder zählt die Waldjugend zur Zeit. Doch am Samstag gab es ein Treffen der Generationen. Zur ältesten Generation gehört Kai Underberg, der vor vielen Jahren einmal der Leiter von Tobias Becker war. Und Lukas Holzhauser gehörte einst zu der Gruppe, die Tobias Becker leitete, „aber mittlerweile sind die kleinsten bereits bei Lukas in der Gruppe“, meint Underberg lachend und Becker bemerkt, „dass wir heute mit vier Generationen der Waldjugend hier sind“. Aber auch nach so vielen Jahren der Mitgliedschaft – 20 Jahre sind es bei Underberg und etwa 15 Jahren bei Becker – ist es für beide Männer immer noch eine Freude, bei solchen Aktionen mitzumachen.

Später dann - 500 Bäume sind eingepflanzt – trifft sich die muntere Gruppe wieder am WPZ. Es gibt Gegrilltes, Salat und Brot. „Denn unsere Helfer wollen natürlich auch gestärkt werden nach der harten Arbeit“, meint Förster Herber.

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