Bergschäden

Initiative bleibt nach Zechen-Aus aktiv

Bergsenkungen machen den Bach zum See: Der Elsbachsee

Bergsenkungen machen den Bach zum See: Der Elsbachsee

Foto: Kai Süselbeck

Kirchhellen.   Kreis der Bergbaubetroffenen sieht auch nach 2018 noch viel Arbeit

Auch nach dem Ende des Bergbaus wird der Initiativkreis bergbaubetroffener Bürger seine Arbeit fortführen. Das ist ein Ergebnis der Landesversammlung, die der hiesige Initiativkreis im Vereinsheim des VfL Grafenwald ausgerichtet hat. Vorstände und Delegierte von zehn Bürgerinitiativen aus den Bergschadensgebieten des Stein- und Braunkohle- sowie des Salzbergbaus NRW und des Bergwerks Ibbenbüren waren sich in diesem Punkt einig.

Forderung: Schlichtungsstelle muss bleiben

Der Steinkohlebergbau mit seinen Senkungsschäden auch nach Abbauende sowie dem Anstieg des Grubenwassers werde die Mitgliedsverbände weiter beschäftigen, davon waren die Versammlungsteilnehmer überzeugt. Gleiches gelte für den Salzbergbau mit seinen Senkungsschäden und Umweltgefahren durch eingelagerte Ölvorräte sowie für die Braunkohle mit erzwungenen Umsiedlungen, Landschaftsvernichtung, Grundwasserabsenkungen und Gefährdung der Bürger durch radioaktiv belasteten Feinstaub. Die Fortführung der Schlichtungsstellen für die Bereiche Stein- und Braunkohle sei daher notwendig.

Rundgang am Kirchhorst

Unter dem Motto „Die Kohle geht - der Schaden bleibt“ stand im Begleitprogramm die Begehung des im Senkungszentrum Prosper-Nord liegenden Naturschutzgebiets „Schlehdorn/Kirchhorst“. Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt vom Umfang der Vernässungen und deren Auswirkung auf den geschützten Baumbestand: Nasser Untergrund als Auslöser von Kernfäule sowie schwacher Ausbildung des Wurzelwerks wurden als wesentlicher Grund dafür angesehen, warum die Schäden durch die Starkwindereignisse der letzten Zeit ein derartiges Ausmaß hatten annehmen können.

Angesprochen wurden auch die Fehlprognosen zu Senkungsverläufen und zur Ausdehnung von Senkungsgrenzen. Auf Kritik stieß daher das Verhalten der Bezirksregierung Arnsberg als Ausrichter des abbaubegleitenden Monitorings. Bemängelt wurde speziell im Baufeld Prosper Nord das Fehlen unabhängiger Kontrollen des Senkungsverlaufs und der Vernässungen, das Fehlen von Grundwassermessstellen im Waldgebiet, die geringe Anzahl der Dauerbeobachtungsstellen sowie die fehlende Bereitschaft, abbaubegrenzende Maßnahmen einzuleiten.

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