Lokales

Im Movie Park regiert der Horror

Ein Blick ins Schlachthaus: Im neuen Horror-Haus erleben Besucher eine Szene des Horror-Schockers „Hostel“.

Ein Blick ins Schlachthaus: Im neuen Horror-Haus erleben Besucher eine Szene des Horror-Schockers „Hostel“.

Foto: Frank Oppitz

Der Movie Park hat sein neues Horror-Haus „Hostel“ für das „Halloween Horror Fest“ vorgestellt, das am Samstag begonnen hat. Bis zum 4. November wird rund eine Viertelmillion Besucher erwartet. Aus gutem Grund ist die neue Show erst für Besucher ab 18 Jahren freigegeben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Movie Park hat sein neues Horror-Haus „Hostel“ für das „Halloween Horror Fest“ vorgestellt, das am Samstag begonnen hat. Bis zum 4. November wird rund eine Viertelmillion Besucher erwartet. Aus gutem Grund ist die neue Show erst für Besucher ab 18 Jahren freigegeben.

Der blaue Schriftzug „Hostel“ leuchtet in der Dunkelheit auf. Ein stämmiger Türsteher begrüßt die Gäste in gebrochenem Deutsch. Er leitet die erste fünfköpfige Gruppe in den Vorraum, um die Besucher über Sicherheitshinweise aufzuklären. Dann beginnt der rund drei- bis vierminütige Alptraum in 20 Szenen, die der Chronologie des Horror-Streifens aus dem Jahr 2006 folgen.

Labyrinthische Gänge

Wie in einem Rausch geht es in dem neuen „Horror-Maze“ des Movie Parks durch die labyrinthischen Gänge, in denen der Film in Schlüsselsequenzen nacherzählt wird. Dabei begegnet der Besucher mehreren Personen, die in dem Film vorkommen. Er trifft aufdringliche Prostituierte und betrunkene Partygäste, um dann in einem dunklen Raum mit einem blutverschmierten „Arzt“ zu landen, der mit einer Bohrmaschine einen Schädel aufbohrt. Folteropfer laufen dem Protagonisten mit vernarbten Gesichtern entgegen, sie rufen: „Du musst fliehen!“.

Dann der nächste Schocker: Ein Peiniger taucht auf, der ein Mädchen an den Haaren hinter sich her schleift. Enge Gänge, ein Schlachthaus und eine Kühlkammer warten. Hier ist eine Darstellerin auf einem OP-Tisch angeschnallt und schreit lauthals, dort geht das Licht plötzlich aus. Es bleibt den irrenden Gästen nur die Flucht.

Schreckhaften Gemütern jagen vor allem die „Jumpscares“ einen gehörigen Schrecken ein, erfahrenen Horrorfilm-Fans läuft nur ab und an ein kalter Schauer über den Rücken. Er erlebt ein sehr authentisches, wenn auch kurzes Filmgefühl – als wäre er selbst eine Figur der Handlung, die jedoch nicht aktiv in das Geschehen eingreifen kann.

Sechs Monate Planung

Die neue Horror-Maze „Hostel“, die neben sechs anderen Labyrinthen zum „Halloween Horror Fest“ des Movie Parks geöffnet hat, wurde in sechs Monaten geplant und in zweieinhalb Monaten gebaut. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern hat das Team des Parks 150 Scheinwerfer installiert und fünf Kilometer Kabel verlegt. Vor allem die Geruchstöpfe und die originalgetreuen Requisiten machen den Besuch des Labyrinths zu etwas Besonderem – einem Erlebnis.

270 Gestalten sorgen für Schrecken

„Wir wollen eine gewisse Dramaturgie aufbauen. Je tiefer die Gäste in den Park kommen, desto tiefer soll auch die Erfahrung sein“, sagt Manuel Prossotowicz, stellvertretender Marketingleiter des Movie Parks und Hauptorganisator des Halloween Horror Festes. „Das oberste Credo lautet, mehr für die Atmosphäre auf den Straßen zu tun. Wir haben einen hohen Qualitätsanspruch, den wir erfüllen wollen“, ergänzt er.

Das Team hat in diesem Jahr einiges geändert, um die Gäste in die „Horrorwood Studios“ zu führen. Viele Neuerungen ergänzen das beliebte Programm, das seit 19 Jahren fester Bestandteil im Konzept des Parks ist.

Monster-Marsch

Wer durch die Straßen schlendert, merkt schnell: Die einzelnen Bereiche sind thematisch voneinander abgegrenzt und entsprechend geschmückt. Vogelscheuchen, Maisstauden und Kürbisse dominieren das Bild auf dem Hollywood Boulevard, hier lautet das Thema „Thanksgiving“. Auf den „Streets of New York“ ist die Zombie-Apokalypse ausgebrochen, die Fenster sind zugenagelt und Absperrband umschließt die Wege. Die Western Stadt ist gänzlich in große Spinnweben gehüllt.

Weitere Neuerungen: Ein neues Belichtungskonzept sorgt für Licht an der richtigen Stelle, alte Scheinwerfer wurden durch LEDs ausgetauscht. Die Anzahl der Schreckensgestalten, die durch den Park und die Attraktionen wandeln, wurde von 250 auf 270 erhöht. Zur täglichen Eröffnung gibt es einen Monster Walk auf dem New York Plaza mit den Akteuren sowie eine separate Show im „Circus of Freaks“. Ein Auftritt des Hypnosekünstlers und Zauberers, Stephan Nölle, rundet das vielfältige Programm ab.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben