Puppenmesse

Für Spielzeug ist man nie zu alt

Kuschelige Teddybären auf dem  Puppen - und Spielzeugmarkt. Foto Winfried Labus

Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool

Kuschelige Teddybären auf dem Puppen - und Spielzeugmarkt. Foto Winfried Labus Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool

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Kirchhellen. Seit Anbeginn der Zeit bringt Spielzeug aller Art die Kinderaugen zum Leuchten. Doch beim Spielzeug- und Puppenmarkt im Brauhaus Kirchhellen leuchteten auch die Augen der älteren Generationen. So strömten einmal mehr begeisterte Sammler und Liebhaber von antikem Spielzeug in den Festsaal.

Im Angebot diesmal Tausende von nostalgischen Einzelstücken wie wertvolles Blechspielzeug, Rennautos, Bären und kostbare Eisenbahnen. Das Spielzeug aller Art muss aus dem Zeitraum von 1850 bis 1970 sein – das war die einzige Voraussetzung für die Aussteller, die die Besucher mit auf eine kleine Zeitreise nahmen.

Rund 50 Aussteller aus ganz Europa kamen zu der Kirchhellener Spielzeugmesse, um ihre Sammlung zu präsentieren und das ein oder andere Antiquariat an den Mann zu bringen, so auch aus Belgien, Luxemburg, Dänemark und den Niederlanden.

Es steckt viel Herzblut in der Sammlung

Auch Aussteller Harald Rothstein aus Dinslaken war vom internationalen Flair begeistert. „Es gibt hier so viele interessante Menschen und Geschichten hinter jedem Spielzeug, es ist immer wieder ein Highlight!“ Seit Jahren ist er mit seiner großen Sammlung an Rennautos, Magazinen und Plakaten mit dabei. „Das Sammeln ist eine Leidenschaft, die mich mein ganzes Leben begleitet, es steckt viel Herzblut in der Sammlung.“ Doch schwer fällt es den Sammlern nicht, sich von ihren Stücken zu trennen. „Irgendwann lernt man zu differenzieren und die Dinge, an denen das Herz hängt, würde man auch nie verkaufen.“ Ob bespielt oder noch in Originalverpackung, die Besucher und Händler feilschten, tauschten oder diskutierten über ihre besonderen Stücke.

Riesige Spielwiese für Jung und Alt

Das führte auch manchmal zu Verständigungsproblemen, gerade zwischen den verschiedenen Nationen. „Wir verständigen uns durch Handzeichen“, schmunzelte Händler Jens K. „Langweilig wird es hier definitiv nie.“ Die riesige „Spielwiese“ für Jung und Alt bot eine unglaubliche Auswahl an schon längst vergessen Kindheitserinnerungen und solchen, die erst noch entdeckt werden wollten. „Das ausländische Spielzeug ist besonders begehrt, da wir es hier in Deutschland so zum Teil nicht kennen“, wusste auch Sammler Heinz Klötzel zu erzählen, der mit seiner Familie aus Hamburg angereist war. „Wir geben die Sammlerliebe seit Generationen in der Familie weiter, meine Kinder sind auch begeistert.“

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