Friederike

Förster ziehen erleichtert Bilanz

Ziemlich zerfleddert: Umgestürzte und abgebrochene Fichten in der Kirchheller Heide am Heidhof.

Ziemlich zerfleddert: Umgestürzte und abgebrochene Fichten in der Kirchheller Heide am Heidhof.

Foto: Michael Korte

Die Sturmschäden in den Wäldern sind nicht so groß wie zunächst befürchtet. Aber entlang der Schneise, die die Windhose gerissen hat, ist größer geworden

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Zwei Wochen lang haben die Revierförster sich nach dem Orkan „Friederike“ in den Wäldern umgeschaut und geben leise Entwarnung.Die Sturmschäden sind nicht ganz so groß wie befürchtet. Die Kirchheller Heide allerdings sieht nach den diversen Stürmen seit Pfingststurm „Ela“ 2014 inzwischen ziemlich zerfleddert aus.

Der Landesbetrieb Wald und Holz hatte schon letzte Woche die Schäden durch „Friederike“ mit „Kyrill“ im Jahr 2007 verglichen und vorgerechnet, dass damals zehnmal mehr Bäume gestürzt waren als im Januar. Allerdings habe es auch diesmal „massive Schäden“ gegeben: Die am stärksten betroffene Baumart sei die Fichte. Im Flachland seien auch Kiefernbestände gefallen und gebrochen. Der Schaden durch Friederike sei beträchtlich, liege aber auch beim Nadelholz nach derzeitiger Kenntnis unterhalb des planmäßigen Jahreseinschlages.

Buchen, Kiefern und Fichten fielen

Das deckt sich mit den Beobachtungen von Revierförster Markus Herber in den Wäldern: „Wir haben keine massiven Flächenbrüche.“ Alte Buchen habe es erwischt, vor allem Kiefern und Fichten. Am Bischofssondern und im Köllnischen Wald seien Einzelbäume umgestürzt.

Schwerer wiegen die Schäden am, Sensenfeld. Die Fläche in Grafenwald liegt mitten in der Schneise, die die Windhose im Juni 2016 zwischen dem Heidesee und der Hohen Heide gerissen hat. Weil der Wind durch diese Schneise mehr Wucht bekommt, hat es dort weitere Bäume weggerissen, sagt Herber: „Richtung Westen ist dort schon alles weg.“ Und er hat seine Befürchtungen, was dort bei einem weiteren Sturm passieren könne. Am schlimmsten haben die Stürme der letzten Jahr in seinen Augen die Kirchheller Heide zugerichtet: „Dort sieht es wirklich schlimm aus.“

Wege bleiben gesperrt

RVR-Kollege Werner Meemken dankt für die Anteilnahme, schränkt aber ein: „Der Schaden ist bei weitem nicht sie riesig wie damals bei Kyrill.“ Aber anders als in den städtischen Wäldern habe es in der Heide sehr wohl Flächenbrüche gegeben. Und seine Hoffnung, in diesem Frühjahr die Verluste durch die Stürme der letzten Jahre aufforsten zu können. Kann er im Wortsinn in den Wind schießen.

Immerhin, sagt Meemken: „Wir haben schon wieder die meisten Wege freigeräumt.“ Das lockt schon wieder Besucher an, obwohl der RVR das Betretungsverbot für die Heide bis zum 18. Februar verlängert hat. „Es laufen schon wieder viele Leute durch den Wald. Ihnen muss klar sein, dass sie das auf eigene Gefahr tun.“ Zwar sind die Förster schon weit gekommen mit dem Aufräumen. Gefahrenstellen gebe es aber weiterhin.

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