Baustelle Schule

Die neue Sekundarschule in Kirchhellen ist bald fertig

Eine Treppenanlage wird montiert. Nach den Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler den Schulhof zwischen Alt- und Neubau wieder komplett nutzen

Eine Treppenanlage wird montiert. Nach den Sommerferien können die Schülerinnen und Schüler den Schulhof zwischen Alt- und Neubau wieder komplett nutzen

Foto: Frank Oppitz

Kirchhellen.   Jetzt stehen noch Malerarbeiten im Altbau der Hauptschule sowie die Gestaltung der Außenanlagen an. Schulbetrieb startet nach den Sommerferien

Von außen scheint alles fast schon perfekt: In modernem Design mit weißer und teilweise dunkler Fassade sowie roten Fensterelementen schmiegt sich das neue Gebäude an den alten Klinkerbau der bisherigen Hauptschule aus den 1980er Jahren. Die neue Sekundarschule Kirchhellen ist fast fertig. „Wir sind voll im Plan – sowohl zeitlich wie finanziell“, freut sich Bauleiter Burkhard Binder vom Fachbereich Immobilienwirtschaft der Stadt. „Und das will schon was heißen, bei einem Projekt in dieser Größenordnung.“

In den Sommerferien stehen vor allem noch die Außenarbeiten auf dem Schulhof sowie Maler- und Lackierarbeiten im Gebäude der Hauptschule an. „Damit alles zu einem Ganzen wird und auch die Hauptschule hübsch aussieht, wird diese komplett gestrichen“, erläutert Binder. Im Zuge des Projektes „Gute Schule“ sollen zudem noch Schülertoiletten sowie ein Teil der Fenster ausgetauscht werden. „Diese Arbeiten erfolgen aber nicht mehr in den Sommerferien, sondern bis zum Ende des Jahres.“

Kosten betragen fast sieben Millionen Euro

Neubau sowie Umbau der Hauptschule Kirchhellen zur Sekundarschule sind bereits seit 2016 der größte Kraftakt der Stadt in Sachen Schulbaustellen. Die Gesamtkosten für den Neubau betragen 6,94 Millionen Euro, 1,75 Millionen Euro lässt sich die Stadt die Sanierung des Altbaus der Hauptschule kosten.

„Nun ist es bald geschafft: Nach den Sommerferien zieht die Sekundarschule in den Neubau ein“, so Binder. Sie nutzen neben dem Neubau auch den Schulhof und auch schon einen Teil des Altbaus, in dem noch die Hauptschule Kirchhellen ihre Räume hat. Während die Sekundarschule wächst, wird der Schulbetrieb der Hauptschule in den nächsten zwei Jahren auslaufen.

Aula misst 300 Quadratmeter

Betritt man den Neubau, so hat man gleich den Geruch des Neuen in der Nase. Flure und Räume präsentieren sich in hellem Outfit, mit gelben und grünen Farbakzenten und lichtdurchflutet. Im Erdgeschoss gelangt man sogleich in den Vorzeigeraum der neuen Sekundarschule: die Aula. Weiße Wände, hohe Decke, Fenster mit Beschattungsanlagen und helles Eichenparkett fügen sich zu einem harmonischen Gesamtbild. 300 Quadratmeter misst der lichtdurchflutete Raum. Es gibt eine Bühne und auch einen Regieraum für die Steuerung von Licht und Ton.

Ebenfalls im Erdgeschoss des Neubaus befindet sich das neue Selbstlernzentrum für die Schülerinnen und Schüler. „Besondere Decken in Schlitzloch-Optik sorgen für gute Akustik“, erklärt der Bauleiter. Insgesamt bietet der Neubau Raum für zwölf zusätzlichen Klassen, sieben davon mit Differenzierungsräumen. „Die Grundfläche der Klassenräume beträgt jeweils 67 Quadratmeter, die der Differenzierungsräume 37 Quadratmeter“, so Binder.

Maler verschönern Räume und Flure im Altbau

Natürlich gibt es in jedem der Klassenräume WLAN und Projektionsflächen für den Beamer. Auch Tafeln fehlen nicht. Aber als so genannte Whiteboards werden sie nicht mit herkömmlicher Kreide, sondern mit Stiften beschrieben. Es gibt einen Naturwissenschafts- sowie Informatikraum. Während sich in den Räumen des Neubaus bereits die Umzugskartons der einzelnen Klassen stapeln, werkeln die Handwerker im Altbau der Hauptschule auf Hochtouren: Treppen und Böden sind abgedeckt, alle Räume und Flure sollen gestrichen werden.

„In den Vorjahren wurden hier schon behindertengerechte WC’s eingerichtet, der Verwaltungsbereich saniert, etliche Wände verrutscht, Fensteröffnungen geschlossen und der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht“, erläutert Bauleiter Burkhard Binder. Die Gesamtnutzfläche in Neu- und Altbau beträgt rund 5600 Quadratmeter.

Über Außenfahrstuhl zum Werkraum im Keller

Draußen auf dem Schulhof rumort derweil ein Bagger. „Das Pflaster für den Schulhof muss wieder hergestellt werden“, so Binder. Zudem würden Spielgeräte aufgebaut. Am Altbau soll noch ein Außenfahrstuhl erstellt werden, „damit der Werkraum im Keller barrierefrei erreichbar ist.“

Den Abschluss der Großbaustelle im Blick, freut sich der Bauleiter: „Es war total spannend und ist durchweg positiv gelaufen. Es ist schon etwas Besonderes, einen Schulneubau hochzuziehen.“

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