Jubiläum

Details machen das Barockfest auf Schloss Beck einzigartig

Das Feuerwerk vor der Schloss-Kulisse war ein echter Hingucker – und sicherlich einer der Höhepunkte beim Festprogramm zum 50-Jährigen vom Freizeitpark Schloss Beck.

Foto: Franz Naskrent

Das Feuerwerk vor der Schloss-Kulisse war ein echter Hingucker – und sicherlich einer der Höhepunkte beim Festprogramm zum 50-Jährigen vom Freizeitpark Schloss Beck. Foto: Franz Naskrent

Bottrop-Kirchhellen.   Festveranstaltung zum 50. Geburtstag des Freizeitparks bot Musik und Show. Zum Abschluss leuchtete ein Feuerwerk über dem Schloss.

Der Kanon in D-Dur von Johann Pachelbel schallt über den Schlosshof. Von Weitem sind die Reiterformationen zu sehen, die langsam über das Gelände traben. Damen in prunkvollen Kleidern flanieren mit Edelmännern über die Wege. Neben ihnen laufen die Besucher her, sie lassen sich von der detailgetreuen Kleidung verzaubern. Fußgänger bleiben an den vielen Attraktionen stehen, die das Barockfest auf Schloss Beck einzigartig machen. Mit ihm feiert der Freizeitpark seinen 50. Geburtstag.

Das Duo „Sol é Luna“ begrüßt die Gäste schon an der Pforte in hellblauen und goldenen Kostümen. Die großen, durchsichtigen Flügel umschlingen die Eintretenden, die erstaunt unter den Darstellern abtauchen. Ihre venezianischen Masken sind nicht nur für Kinder ein Hingucker. Die Mädchen und Jungen werden von den Stelzenläufern in die Höhe gezogen.

Künstlerin bietet klassischen Operngesang

Eine Künstlerin setzt derweil auf der Bühne zum nächsten Stück an. Sie bietet den Besuchern klassischen Operngesang, der von Geigen begleitet wird. Überall spielen sich gleichzeitig einzelne Darbietungen ab. Eine Kutsche rauscht rechts an den Beeten vorbei. Sie wird von zwei Schimmeln gezogen. Wachen laden ihre Gewehre und machen sich zum Feuer bereit. Sie schießen zwischen den Stücken des Akkordeonorchesters einzelne Salven ab. Die Salutschüsse sind über den ganzen Schlosshof zu hören. Sie donnern und scheppern, so dass schreckhafte Gäste leicht zusammenzucken. „Und hoch! Legt an!“, ruft der Kommandant seinen Untergebenen zu. Sie folgen gehorsam.

Die Showgruppe Casalla hat sich unter das Publikum gemischt und sich zu einem barocken Picknick im Garten des Herrenhauses verabredet – trotz der ab und an auftretenden Regenschauer. Die Reitergruppe von Christiane Engels-Meurer gesellt sich dazu. „Obwohl das Wetter schlecht ist, geben wir alles. Das Publikum ist sehr offen. Die Augen der Kinder leuchten, wenn sie uns sehen. Das Fest strahlt ganz viel Liebe zum Detail aus“, sagt die Reittrainerin aus der Nähe von Koblenz. „Wir haben uns hier das erste Mal getroffen, aus beiden Gruppen könnte eine wunderbare Kombination entstehen. Erste Ideen für gemeinsame Shows sind schon entstanden“, ergänzt Kirstin Prinz-Krause von Casalla.

Stammgäste sind mit Feierlichkeiten zufrieden

Doch nicht jeder Auftritt gelingt: Die Darsteller des Vereins „Jordin des Epoques“ wollen den Gästen einen Einblick in ein zeitgemäßes Duell unter Edelmännern bieten. Obwohl das Stück mit lustigen Einschüben witzig sein möchte und von betrunkenen Kontrahenten handelt, wirkt das Schauspiel eher ungewollt komisch. Da es bereits dunkel geworden ist, sind die Darsteller nur als Schatten zu erkennen. Die Komödie wandelt sich schnell zu einer Tragödie. Einem Mitarbeiter des Festes kommt mehr Aufmerksamkeit zu als den vier Protagonisten. Er fegt die leere Bühne im Rampenlicht, während das Geschehen vor ihm im Dunkeln abläuft.

Cornelia und Ingo Konermann sind trotz der verunglückten Darbietung mit der Feierlichkeit zufrieden. Sie sind Stammgäste auf Schloss Beck und bewundern die stimmungsvolle Beleuchtung der Schlossanlage. „Wir freuen uns heute besonders auf die Feuershow. Wir sind hier, um uns von den einzelnen Künstlern überraschen zu lassen. Heute sind wir Gäste, haben aber schon auf dem Schloss geheiratet. Erinnerungen werden wach.“

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