Breitensport

Der größte Sportverein der Stadt wird 50

TSG-Geschäftsführer Bernhard Weyrath, die Gründungsmitglieder Dagmar und Wolfram Becker und Brita Vogel (von links) blättern in der Vereinschronik, die  die Entwicklung der TSG nachzeichnet

TSG-Geschäftsführer Bernhard Weyrath, die Gründungsmitglieder Dagmar und Wolfram Becker und Brita Vogel (von links) blättern in der Vereinschronik, die die Entwicklung der TSG nachzeichnet

Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Zwölf Freizeitsportler gründeten in der „Sportklause“ am 27. November 1968 die TSG Kirchhellen. Heute hat der Verein 2000 Mitglieder.

Der größte Sportverein der Stadt feiert Geburtstag: Die Turn- und Sportgemeinschaft (TSG) Kirchhellen ist fünf Jahrzehnte nach ihrer Gründung auf 2000 Mitglieder gewachsen und hat damit den PSV (nach eigenen Angaben rund 1800) hinter sich gelassen. Gefeiert wird Samstag ab 19 Uhr im Brauhaus am Ring. Das passt: Der Bau war in seinem früheren Leben, von 1977 bis 2001, die Bernd-Schnock-Sporthalle und damit ein Zentrum der sportlichen Aktivität der TSG.

Die Vereinsgründung wird in der Chronik so beschrieben: „Auf Einladung des Gemeinde-Sportverbandes versammelten sich am 11. November 1968 sportbegeisterte Bürger in der Gaststätte Sportklause. Nach eingehender Diskussion wurde festgestellt, dass die Gründung eines Vereins zur Förderung von Leichtathletik und Turnen ein echtes Bedürfnis sei.“

In der Erinnerung der beiden Gründungsmitglieder Dagmar und Wolfram Becker ging es bei der Gründung nicht ganz so betulich zu; es war eher ein Akt der Notwehr. „Wir sind 1968 nach Kirchhellen gezogen und wollten hier eigentlich Volleyball spielen.“ Auf der Suche nach Gleichgesinnten und Trainingszeiten in der Sporthalle wurden sie barsch beschieden: „Außer Reiten und Fußball gibt es hier nichts!“ Die Beckers waren gleichsam gezwungen, einen neuen Verein zu gründen, und das taten sie mit zehn Sportskameraden am 27. November 1968.

Neue Abteilungen im Jahresrhythmus

Vier Jahre später hatte die TS die ersten Übungsleiterinnen, Traudel

Bußmann gehörte zu den Gründerinnen der Abteilung Ballett. In den Folgejahren wurden fast im Jahresrhythmus neue Abteilungen gegründet. „1974 hatten wir schon 737 Mitglieder“, sagt Geschäftsführer Bernhard Weyrath. „Wir haben uns immer weiter Richtung Breitensport entwickelt und sind immer größer geworden.“ Der letzte große Schub kam 2007, als Britta Wallmüller den Rehasport ins Leben rief, Dass Krankenkassen die Kosten für Herzsport übernehmen, hat der Abteilung Gesundheitssport weiter Auftrieb gegeben.

„Wir sind wirklich eine große Familie“

Was macht die TSG so beliebt bei ihren Mitgliedern? Vereinschef Hans Jürgen Schumann sagt knapp: „Viele sagen es, aber wir sind es wirklich: eine große Familie.“

Das war schon immer so, bestätigen die Beckers. Und Brita Vogel berichtet: „Ganz viele Mitglieder kommen zu uns als Kinder, gehen dann weg, wenn sie studieren, und kommen spätestens als junge Eltern zurück.“ Die Phase mit dem Weggehen hat Annkathrin Fischer ganz ausgelassen. Als Zweijährige hat ihre Mutter sie zum Eltern-Kind-Turnen angemeldet. Mit 18 hat sie ihren Übungsleiterschein gemacht, ist auch im Studium dabei geblieben und trainiert heute Turner und Volleyballer.

Und sie waren schon Deutscher Meister

Bei aller Ausrichtung auf den Breitensport: Ein wenig stolz sind sie bei der TSG schon auf einen Deutschen Meistertitel. Den holten sie gemeinsam mit dem DUC 2005 nach Bottrop: Die Spielgemeinschaft beider Vereine gewann das Finale im Unterwasser-Rugby.

Die Geburtstagsfeier

Am Samstag, 24. November, startet ab 19 Uhr im Brauhaus die Geburtstagsfeier der TSG mit buntem Programm. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Im Ticketpreis von 20 Euro sind enthalten ein Getränkegutschein über zehn Euro und das Festessen. Karten gibt es in der Geschäftsstelle im Hallenbad, Kirchhellener Ring 25, Donnerstag von 10 bis 13 Uhr. Verbindlichen Bestellungen per Mail bis Freitag an tsg-kirchhhellen@gelsennet.de

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