„Meine Ernte“

100 Familien starten in Kirchhellen in die Mietgarten-Saison

Landwirt Burkhard Sagel (links) hat die Gärten schon gedüngt. Ab April können die Hobbygärtner am Dahlberg loslegen.

Foto: Heinrich Jung

Landwirt Burkhard Sagel (links) hat die Gärten schon gedüngt. Ab April können die Hobbygärtner am Dahlberg loslegen. Foto: Heinrich Jung

Bottrop-Kirchhellen.   Das Gemüse aus dem eigenen Beet ernten. Auf dem Hof Sagel können Hobbygärtner das. Dort gibt es die Mietgärten des Projektes „Meine Ernte“.

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„Wer den Stress von der Arbeit mit ins Beet nimmt, ist hier falsch. Die Gemüsegärten sind Hobby und Entspannung. Stress verboten“, Burkhard Sagel vom Bauernhof Sagel kooperiert seit vier Jahren mit Wanda Ganders von „Meine Ernte“. Sein Hof ist einer von 26 Standorten des Projekts. Gemeinsam vermieten sie Gemüsegärten.

Ziel dabei sei nicht der maximale Ertrag, sondern der Spaß und die Erholung auf dem Beet, erklärt der Landwirt auf der Infoveranstaltung zum Start in die neue Saison.

Die Ackerfläche ist bereits mit ordentlich Kuhmist gedüngt

Mehr als 100 Familien wollen ab April ihren eigenen Gemüsegarten bewirtschaften. Sagel hat die Ackerfläche bereites mit ordentlich Kuhmist gedüngt. „Wir arbeiten ohne Chemikalien, das schätzen die Leute. Ich mache die Vorarbeit und Ende April können die Gärten übernommen werden.“

Sagel steht den Gärtnern während der ganze Saison zur Seite und auch an die Hotline des Projekts können sich die Hobbygärtner wenden. Zwanzig verschiedene Gemüsesorten enthält das Beet. Wanda Ganders erklärt: „Kartoffeln, Zucchini, Möhren: Alles was die Deutschen essen, ist dabei.“ Und für diejenigen, die es exotisch mögen, gibt es einen abgegrenzten Teil des Beets auf dem so ziemlich alles angepflanzt werden dürfe. „Außer halluzinogene Pflanzen versteht sich“: Wanda Ganders hat in zehn Jahren „Meine Ernte“ schon einiges erlebt.

Bei Friederike und Jule aus Bochum ist der Balkon einfach viel zu klein

Das Projekt stößt auf Begeisterung bei den Teilnehmern. Bei Friederike und Jule aus Bochum wurde der Balkon einfach zu klein, um Zucchini zu züchten. Die Kirchhellener Ralf Börnemeier und Kerstin Kosta haben bereits eine Saison mitgegärtnert: „Wir mussten unsere Ernte an Bekannte verteilen. Der Ertrag war so groß, so viel konnten wir gar nicht essen. Im Sommer haben wir ausschließlich unser eigenes regionales Gemüse gegessen.“

Damit die nächste Saison wieder ertragreich wird, gibt der Fachmann Tipps. „Nicht zu viel gießen“: Sagel weiß, dass das eine der Lieblingsbeschäftigungen seiner Gärtner ist. Der Landwirt gießt nicht mal seinen eigenen Garten, denn meist reicht der Regen aus. Auch wichtig: Kürbis und Zucchini erst ab Mai pflanzen, sonst gehen sie ein. „Bei den Zucchini reichen ein bis zwei Samen komplett aus“, rät der Bauer. Er freut sich auf eine entspannte nächste Saison mit seinen Hobbygärtnern.

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