Wirtschaft

Keine Nachfolger: Verlust jedes siebten Unternehmens droht

Zu Gast bei Arcelor-Mittal: die Mitglieder des IHK Regionalausschusses für die Stadt Bottrop.

Foto: IHK NW

Zu Gast bei Arcelor-Mittal: die Mitglieder des IHK Regionalausschusses für die Stadt Bottrop.

Bottrop.  Industrie- und Handelskammer hat für Bottrop Berechnungen bis 2040 angestellt. Sie fordert, den Standort für Gründer attraktiv zu machen.

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Laut Berechnungen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord Westfalen droht der Stadt Bottrop bis zum Jahr 2040 der Verlust jedes siebten Unternehmens, weil sich kein geeigneter Nachfolger findet, der den Betrieb übernimmt.

„Das ist alarmierend, denn mit den Unternehmen verliert die Stadt Arbeitsplätze“, warnte Peter Schnepper, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, im IHK-Regionalausschuss für die Stadt Bottrop vor einer Unternehmerlücke.

Einbußen bei Steuereinnahmen

Diese Entwicklung setze nicht nur den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt unter Druck, sondern bedeute für die Stadt auch Einbußen bei Steuereinnahmen, sagte demnach Peter Schnepper während der Sitzung in der Kokerei Arcelor-Mittal an der Prosperstraße.

Nicht nur die demografische Entwicklung setze dem Unternehmensbestand zu. „Gleichzeitig lässt das Interesse junger Nachwuchsführungskräfte nach, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen“, erklärte Schnepper mit Blick auf die sinkenden Gründerzahlen der vergangenen Jahre.

Hochschule besitzt Potenzial

Für die Unternehmerinnen und Unternehmer im IHK-Regionalausschuss ist es darum umso wichtiger, den Wirtschaftsstandort Bottrop für Gründer, Unternehmernachfolger und auch ansiedlungswillige Betriebe von außerhalb attraktiv zu machen. Sie forderten die Lokalpolitik auf, sich für gute Standortbedingungen einzusetzen, um die Stadt langfristig als attraktiven Wirtschafts- und Lebensraum zu erhalten.

Für den Regionalausschuss besitzt die Hochschule Ruhr West großes Potenzial, in der Stadt eine stärkere Gründungsmentalität zu entwickeln. Dafür müsse das Netzwerk zwischen Hochschule und Betrieben vor Ort enger geknüpft werden, betonten die Unternehmerinnen und Unternehmer.

Der Regionalausschusses befasst sich neben allgemeinen Fragestellungen der Wirtschaft insbesondere mit Flächenpolitik, Fachkräftesicherung, Industrieakzeptanz und Infrastrukturentwicklung.

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